Lehrerinnen und Lehrer nicht „verheizen“ -
Linksfraktion unterstützt die Forderungen sächsischer Lehrkräfte
Für den 21. Januar rufen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen und der Sächsische Lehrerverband (SLV) alle tarifbeschäftigten Lehrkräfte in Leipzig, Nordsachsen und dem Landkreis Leipzig sowie die Angestellten des Landesamts für Schule und Bildung (LaSuB) zum Warnstreik auf. In der Tarifrunde der Länder fordern Gewerkschaft und Verband sieben Prozent mehr Lohn.
„Als Linke unterstützen wir solidarisch die Forderungen der Lehrkräfte“, erklärt Cornelia Falken, Sprecherin für Bildungspolitik und Sport der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig. „Die Belastung für Lehrer*innen und Lehrer an Sachsens Schulen steigt stetig an – einerseits sorgt der Mangel an Personal dafür, dass vielerorts unbezahlte Überstunden an der Tagesordnung sind. Andererseits stehen Lehrkräfte angesichts steigender Zahlen von Auffälligkeiten und Lernschwächen bei Kindern und Jugendlichen vor zusätzlichen Herausforderungen im Schulalltag. Zusätzlich ist auch die Lücke im Lehrstoff, die Corona hinterlassen hat, noch nicht wieder vollständig gefüllt.“
Marco Götze, Sprecher für Schulpolitik und Internationale Beziehungen der Stadt der Fraktion, ergänzt: „Wir dürfen Lehrerinnen und Lehrer nicht ‚verheizen‘! Schon jetzt ist der Unterrichtsausfall aufgrund von Krankheit und Überlastung des Lehrpersonals an vielen Schulen keine Ausnahme mehr. Das Maßnahmepaket des SMK hat die Situation zusätzlich verschärft. Viele Anrechnungsstunden sind weggefallen. Statt das eigene Handeln der letzten Jahre zu korrigieren, müssen die Beschäftigten durch weitere Mehrbelastung das System am Laufen halten. Das ist ungerecht und kontraproduktiv. Jede zusätzliche Stunde verkürzt die verbleibende persönliche Zuwendungszeit für die Schüler*innen und Eltern, für Inklusion und Integration.“
Die Leidtragenden dieser Sparpolitik sind ganz am Ende die Schülerinnen und Schüler und damit die ganze Gesellschaft. Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf gute Bildung und eine freie Entwicklung. Dazu gehört allem voran die Anerkennung der Arbeit jener Menschen, die tagtäglich ihr Bestes geben, um Wissen zu vermitteln und vertrauensvolle Ansprechpartner*innen für Heranwachsende zu sein.“


