VIII-A-02040 Gemeinsame Wärmepumpenbeschaffung
Beschlussvorschlag:
Um Bürgerinnen und Bürger beim Umstieg auf eine bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung zu unterstützen, wird der Oberbürgermeister beauftragt
- In enger Abstimmung mit den Stadtwerken Leipzig die Möglichkeit einer Initiierung von Sammelbestellungen für Wärmepumpen zu prüfen.
- Zu diesem Zweck die Teilnahme am EU-Projekt LIFE Street HP Reno und die Integration in andere Unterstützungsangebote der Stadt Leipzig (z.B. in das digitale Beratungs- und Informationsangebot) zu prüfen
- Das Prüfergebnis der beiden obengenannten Prüfungen im ersten Quartal 2026 im FA UKO vorzustellen und bei positiver Prüfung weitere Schritte einzuleiten.
Begründung:
Der Umstieg auf eine bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung sorgt insbesondere in Quartieren, in denen ein Anschluss an das Wärmenetz nicht möglich ist, für Verunsicherung: Was kostet eine Wärmepumpe? Wo und wie bekomme ich Förderung? Wer kann die Anlage installieren?
Um die Bürgerinnen und Bürger in diesem Prozess zu unterstützen, arbeiten die Stadt Leipzig und die Stadtwerke Leipzig kontinuierlich an passenden Angeboten. So bietet die Stadt Leipzig beispielsweise einen Wärmepumpen-Check und einen Modernisierungscheck an. Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Leipzig erhalten zudem bei Juno Solar einen Rabatt von bis zu 1.000 Euro auf den Angebotspreis einer Wärmepumpe.
Auch wenn der Wärmepumpenvertrieb mittlerweile deutlich an Fahrt aufgenommen hat und im ersten Halbjahr 2025 erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft wurden, bleibt das Bundesziel von 500.000 installierten Wärmepumpen pro Jahr weiterhin in weiter Ferne.
Eine aufsuchende Beratung sowie die Unterstützung bei Beschaffung und Installation können die Einstiegshürden für Bürgerinnen und Bürger erheblich senken. Genau diesen Ansatz verfolgt das EU-Projekt LIFE Street HP Reno: Hier wird die Nachfrage nach Wärmepumpen straßen- oder stadtteilweise gebündelt, um Mengenrabatte zu erzielen. Anschließend wird der günstigste Anbieter ausgewählt.
Die Fraktion DIE LINKE im Leipziger Stadtrat schlägt daher vor, dass auch die Stadt Leipzig Bedarfe bündelt und eine gemeinschaftliche Wärmepumpenbestellung und -installation initiiert. Das bedeutet nicht, dass die Stadt selbst die Beschaffung übernehmen soll. Eine mögliche Option wäre beispielsweise, die Bedarfserfassung im Rahmen des städtischen Wärmepumpen-Checks durchzuführen.
Die Initiierung sollte außerdem in enger Abstimmung mit den Stadtwerken Leipzig erfolgen, um deren Engagement und die bestehende Partnerschaft mit Juno Solar nicht zu beeinträchtigen.
