IV/A 40 Sicherung der Vorsorgeuntersuchungen auf Seh- und Hörstörungen sowie motorische und Sprachauffälligkeiten im 4. Lebensjahr
Antragsteller:
Fraktion der PDS
Beschlussvorschlag:
1. Die Stadtverwaltung schafft die personellen und sächlichen Voraussetzungen, um entsprechend den gesetzlichen Vorgaben (SächsKitag § 7 Abs. 2) die Vorsorgeuntersuchungen auf Seh- und Hörstörungen sowie motorische und Sprachauffälligkeiten in der Regel im 4. Le-bensjahr abzusichern.
2. Die Stadtverwaltung erarbeitet einen Maßnahmeplan, um die Einbeziehung von Kindern, die keine Einrichtung besuchen, zu verbessern.
Begründung:
Auf Anfrage der PDS-Fraktion hat der Beigeordnete Jung mitgeteilt, dass die gesetzlich vorgeschriebene Untersuchung auf Seh- und Hörstörungen sowie motorische und Sprachauffälligkeiten in der Regel im 4. Lebensjahr in 34 Einrichtungen nicht durchgeführt werden konnten. Gründe seien personelle und sächliche Probleme. Da die Sprachentwicklung bei etwa 37 % der untersuchten Kinder auffällig ist, ca. 50 % davon eine Empfehlung zur weiteren Diagnostik und Therapie ausgesprochen bekommen, ist eine Nichtberücksichtigung von Kindern bei der Vorsorgeuntersuchung in 34 Einrichtungen verantwortungslos. Wir erwarten, dass die gesetzlichen Vorgaben, die eine Untersuchung für alle Kinder in Kindertagesstätten vorschreibt, eingehalten werden.
Der Beigeordnete führte in Beantwortung unserer Anfrage weiter aus: „Ein großes Problem sei die Einbeziehung von Kindern, die keine Einrichtung besuchen.“ Wir sind uns dessen bewusst, erwarten aber, dass die Anstrengungen verstärkt werden, um auch diese Kinder in stärkerem Maße zu erreichen. Gerade die Leipziger Kinder, die zu Hause betreut werden, haben häufiger einen unvollständigen Vorsorgestatus. Der vorschulische Förderbedarf ist hier größer als bei Kindern in Kindertagesstätten. Diese Kinder erhalten öfter eine jugendärztliche Empfehlung zur Rückstellung vom Schulbesuch. Um so wichtiger ist es, über entsprechende Maßnahmen an diese Kinder heranzukommen.
Aktueller Stand:
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Anmerkung:
Der Antrag wurde durch die Mehrheit des Stadtrates gegen die Stimmen der PDS-Fraktion abgelehnt.
