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III/A 91 Übernahme von Auszubildenden

Fraktion der PDS

Antragsteller:

Fraktion der PDS

Beschlussvorschlag:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt,

1. Auszubildende, die nach erfolgreicher Ausbildung bei der Stadtverwaltung in Leipzig ihre Ausbildung beendet haben, für mindestens ein Jahr befristet in städtische Dienste zu übernehmen;

2. die Zahl der Auszubildenden, die nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung bei der Stadtverwaltung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden, kontinuierlich zu erhöhen.

Begründung:

Die Stadtverwaltung der Stadt Leipzig sowie die städtischen Eigenbetriebe und die städtischen Unternehmen haben mit der kontinuierlichen Steigerung der Zahl der Ausbildungsplätze in den vergangenen Jahren angemessen auf die nach wie vor angespannte Lehrstellensituation in der Stadt reagiert.

Allerdings haben wir es nicht nur mit einer komplizierten Situation auf dem Lehrstellenmarkt zu tun. Die Jugendarbeitslosigkeit wächst zu einem immer größeren Problem.

Für die Region Leipzig sieht das konkret so aus: Im Juli 2000 waren 8.718 Jugendliche unter 25 Jahren (12,4 %) arbeitslos. Das waren 1.604 Jugendliche mehr als im Juni 1999. Angesichts dieser Entwicklung müssen die Aktivitäten auch dahin gehen, Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss in ein Arbeitsverhältnis zu bringen. Wenn von 102 Auszubildenden, die 1999 in der Stadtverwaltung ihre Ausbildung beendet hatten, lediglich 17 in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen wurden, so können diese Zahlen keinesfalls zufriedenstellen. Die Stadtverwaltung sollte sich als Aufgabe stellen, auch bei der Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit einen angemessenen Beitrag zu leisten.

Die befristete Einstellung aller Auszubildenden mit erfolgreichem Abschluss für mindestens ein Jahr wäre ein wichtiger Schritt, um die Chancen der Auszubildenden auf eine Festeinstellung zu erhöhen.

Aktueller Stand:

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