III / A 241 Einrichtung einer Ehrentafel für die Erbauer des Zentralstadions
N E U: Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit vieler Leipziger Bürgerinnen und Bürger bei Errichtung des Zentralstadions
Antragsteller:
Fraktion der PDS
Beschlussvorschlag:
1. Zur Würdigung der ehrenamtlichen Arbeiten vieler Leipziger Bürgerinnen und Bürger bei der Errichtung des Zentralstadions werden im Rahmen von Jubiläumsveranstaltungen und sonstigen Feierlichkeiten thematisierte Sonderausstellungen im Zusammenwirken mit dem Sportmuseum organisiert.
2. Darüber hinaus wird nach der erfolgten Sanierung des Sportforumhauptgebäudes eine Dauerausstellung in Form von Bild- und Textaushängen in einem geeigneten Bereich im Inneren des Gebäudes gestaltet.
3. Die Anbringung einer Ehrentafel ist nach Fertigstellung des Stadions erneut zu prüfen.
Begründung:
Viele Leipziger Bürger haben in aufopferungsvoller ehrenamtlicher Arbeit von 1954 bis 1956 das damals modernste und größte Stadion Deutschlands aus den Trümmern der Stadt Leipzig erbaut. Die Projektierung und der Bau des Zentralstadions waren für die damalige Zeit eine große technische Herausforderung.
Auf Grund des sumpfigen Baugrundes mussten zunächst 2.700 Rohrpfähle eingerammt werden, um den Baugrund zu stabilisieren. Während des Baus wurden 170.000 Kubikmeter Erde ausgehoben. Das Stadion wurde in nur 17 Monaten erbaut. Unter anderem leisteten die Bürger Leipzigs eine Dreiviertelmillion freiwilliger Arbeitsstunden. Das Zentralstadion wurde im Rahmen des II. Deutschen Turn- und Sportfestes, das vom 2. bis 5. August 1956 stattfand, eröffnet. Es verfügte über mehr als 100.000 Sitzplätze, die in 75 Reihen und 40 Blocks angeordnet waren.
Das neu errichtete Fußballstadion wird innerhalb des Tribünenwalls dieses historischen Bauwerkes errichtet. Auch wenn das alte Stadion nicht mehr den aktuellen technischen Anforderungen an eine moderne Sportarena Rechnung tragen konnte, muss die damalige Leistung eine Würdigung erfahren und den Besuchern des neuen Stadions in Erinnerung gebracht werden.
Geänderter Beschluss:
Den Beschlusspunkten 1. und 2. wurde mehrheitlich zugestimmt. Der Beschlusspunkt 3. wurde mehrheitlich abgelehnt.
Aktueller Stand:
halb
