VIII-F-03397 Sollen auch Leipziger Unternehmen von Rüstungsaufträgen profitieren?
In ihrer Ausgabe vom 21. August 2026 berichtet die LVZ auf der Titelseite unter der Überschrift „Sächsische Unternehmen sollen mehr von Rüstungsaufträgen profitieren“ davon, wie sich das Mitteldeutsche Institut für Sicherheitsindustrie (MISI) unter Führung von Generalmajor a.D. Markus Kurczyk bemüht, Rüstungsaufträge nach Sachsen zu holen. Wie das konkret passieren soll, beschreibt Herr Kurczyk dann im Interview ausführlich, u.a. ist bis Ende November die Fertigstellung einer Studie zum Dual-Use-Potenzial in der Metropolregion Leipzig geplant.
Fragen an den Oberbürgermeister:
1. Welche Kontakte bzw. Beziehungen gab oder gibt es zwischen der Stadtverwaltung Leipzig und dem MISI?
2. Wird bei der o.g. Studie mit dem MISI zusammengearbeitet? Wenn ja, in welcher Form?
3. Derzeit zählt das MISI nach eigenen Angaben 53 Mitgliedsunternehmen. Hat die Stadtverwaltung Kenntnis, welche Unternehmen davon in Leipzig ansässig sind?
4. Nach Angaben der LVZ arbeiten derzeit in Sachsen ca. 80 Unternehmen mit 2.400 Mitarbeitern in der Rüstungsindustrie. Welche Firmen sind aus Leipzig dabei?
5. Kennt die Verwaltung den in der LVZ erwähnten Dua-Use-Atlas vom Marktforschungsinstitut Prognos (https://www.prognos.com/de/prognos-dual-use-atlas-auf-einen-blick) und wie schätzt die Verwaltung den aktuellen Stand der Rüstungsproduktion in Leipzig ein?
6. Hat die Verwaltung Kenntnisse darüber, ob von den 30.000 Teilen eines Leopard 2 Panzers – die von ca. 2.000 Zulieferunternehmen stammen – auch Teile in Leipzig produziert werden?
