VIII-F-02950 Überbelegung von Wohnraum
Die angespannte Lage auf dem Leipziger Wohnungsmarkt verschärft sich weiter. Ein bisher weniger beachteter Aspekt betrifft die Überbelegung von Wohnungen. Laut dem statistischen Bundesamt lebten 2025 11,7% der Menschen in Deutschland in beengten Wohnungsverhältnissen. Beispielsweise leben Familien mit Kindern in Leipzig oft in zu kleinen Wohnungen ohne Möglichkeit umzuziehen, da Neuvermietungen finanziell nicht zu stemmen sind oder entsprechend große Wohnungen im Angebotsmarkt fehlen.
Aus dem Monitoringbericht Wohnen sowie aus dem Sozialreport gehen keine Hinweise dazu hervor. Lediglich der Mangel an 4-5 Zimmer Wohnungen ist bekannt. Seit Jahren werden in Leipzig tausende gewerblich betriebene 1-Raum "Wohnungen" für Studierende genehmigt, teils zu horrenden Mieten. Über größere Projekte für bezahlbare 4-5+ Raum Wohnungen hört man jedoch nicht viel.
Dazu haben wir folgende Fragen:
- Liegen der Kommune konkrete Zahlen zu überbelegten Wohnungen vor?
- Kann man in Zukunft diese Zahlen beispielsweise im Monitoringbericht Wohnen abbilden?
- Woran bemessen die Planungsämter den Bedarf an 4-5+ Raum Wohnungen in Leipzig? Wird dieser Bedarf an Vorhabenträger planungsrechtlich weitergereicht?
- Wie viele 4-5+ Raum Wohnungen sollen am Löwitz-Quartier entstehen? Wie viele sollen durch die BUWOG am Bayerischen Bahnhof entstehen?
- Welchen kommunalen Einfluss auf Wohnungsgrößen im Neubau kann man über die Anwendung des Bauturbos erreichen?
