VIII-F-02139 Straßenbelag und Radverkehr vor der Nathanaelkirche
Am Platz vor der Nathanaelkirche sind Kupferschlacke-Steine verlegt, die durch den langjährigen Busverkehr der Linie 74 mittlerweile stark beschädigt sind. Vor allem in der Einfahrt von der Rietschelstraße in die Kuhturmstraße sind etwa 50 Schadstellen entstanden, meist Ausbrüche an den Steinen aufgrund des hohen Gewichts und der Lenkbewegungen der Busse. Notdürftige Reparaturen haben bisher keine nachhaltige Verbesserung gebracht, viele Löcher blieben unvollständig gefüllt, wodurch sich Regenwasser sammelt. Die zahlreichen Schadstellen führen zu erheblichen Problemen für den Radverkehr, insbesondere beim Abbiegen Richtung Lindenauer Markt. Bei Nässe wird das Pflaster sehr rutschig, und durch stehendes Wasser verschärft sich die Gefahr noch mehrere Tage nach Regenfällen.
Wir fragen deshalb:
- Warum wurden bei der Sanierung des Platzes vor der Nathanaelkirche Schlackesteine statt stabileren Steinen verbaut?
- Welche Prognose für die Haltbarkeit der Schlackesteine und welche Beanspruchung wurde dabei zu Grunde gelegt?
- War zu diesem Zeitpunkt die Einrichtung und Linienführung der Linie 74 mit Endpunkt Nathanaelkirche eingeplant? Ist das Problem der Stadtverwaltung, besonders dem MTA bekannt? Wenn ja, seit wann?
- Sind die Schäden auf den Busverkehr auf der Linie 74 zurückzuführen? Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Schäden zu beseitigen?
- Ist eine grundlegende Reparatur geplant? Wenn ja, wann?
Antwort
1. Warum wurden bei der Sanierung des Platzes vor der Nathanaelkirche Schlackesteine statt stabileren Steinen verbaut?
2. Welche Prognose für die Haltbarkeit der Schlackesteine und welche Beanspruchung wurde dabei zu Grunde gelegt?
3. War zu diesem Zeitpunkt die Einrichtung und Linienführung der Linie 74 mit Endpunkt Nathanaelkirche eingeplant? Ist das Problem der Stadtverwaltung, besonders dem MTA bekannt? Wenn ja, seit wann?
Die Baumaßnahme wurde ca. 2002 umgesetzt, so dass der Platz mittlerweile seit rund 23 Jahren wieder genutzt wird und entsprechendem Verschleiß unterliegt. Eine genaue Beantwortung der Fragen 1 – 3 ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich, da die Unterlagen zum Bauvorhaben bereits archiviert sind und ein auswertender Zugriff nur mit einem etwas längeren Zeitfenster möglich ist.
4. Sind die Schäden auf den Busverkehr auf der Linie 74 zurückzuführen? Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Schäden zu beseitigen?
Die Schäden sind nicht maßgeblich auf die erhöhte Verkehrsbelastung durch den Buslinienverkehr der Leipziger Verkehrsbetriebe zurückzuführen. Vielmehr handelt es sich um normale Verschleißerscheinungen. Bei dem verwendeten Kupferschlackepflaster handelte es sich um Altmaterial. Dieses weist leider unterschiedliche Qualitäten auf. Bei einigen wenigen Chargen führt bereits eine übliche Verkehrsbelastung nach mehrjähriger Nutzungsdauer zum Abplatzen der Pflasterköpfe, wie es auch auf der Platzfläche vor der Nathanaelkirche geschehen ist.
Die entstandenen Schadstellen wurden bisher bei Erfordernis im Rahmen der laufenden Straßenunterhaltung punktuell beseitigt. Diese Maßnahmen dienten lediglich der Gewährleistung der Verkehrssicherheit und führten nicht zu einer Verbesserung der Substanz des Platzes.
Auftretende Gefahrstellen werden auch weiterhin im Rahmen der laufenden Straßenunterhaltung punktuell beseitigt.
5. Ist eine grundlegende Reparatur geplant? Wenn ja, wann?
Derzeit ist keine grundlegende Sanierung bzw. ein Ersatzneubau geplant. Die Maßnahme ist nicht im Rahmenplan zur Umsetzung der Leipziger Mobilitätsstrategie enthalten. Aufgrund der aktuellen Haushaltslage ist eine Neuaufnahme weiterer Maßnahmen auch nicht möglich.
