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VIII-F-01316 „Wege durchs Neue Rathaus“ – Nachfrage zum Sachstand der avisierten Machbarkeitsstudie sowie zum Antrag der Fraktion Die Linke VII-A-09093

Fraktion Die Linke

Aus dem Verwaltungsstandpunkt VII-A-09093-VSP-01 des Antrags der Fraktion Die Linke VII-A-09093 geht hervor, dass im November 2023 eine Machbarkeitsstudie beauftragt wurde. Mit dieser sollte herausgearbeitet werden, inwieweit im Neuen Rathaus sowie im Stadthaus eine zukunftsfähige Flächennutzung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes sowie der Barrierefreiheit sowie der Belange des Brandschutzes möglich ist. Die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie war für August 2024 in Aussicht gestellt. Aus der Machbarkeitsstudie soll ein Masterplan zum Erreichen von zukunftsfähigen Arbeitswelten im Neuen Rathaus abgeleitet werden.

Wir fragen den Oberbürgermeister:

  1. Welchen Stand hat die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie, mit welcher die Verteilung der Funktionen, die Barrierefreiheit und Wegweisung für das Neue Rathaus grundlegend untersucht werden soll?
  2. Gibt es bereits Ergebnisse, wenn ja welche?
  3. Gibt es bereits erste Planungen für Veränderungen im Neuen Rathaus, wenn ja welche?
  4. Ist weiterhin die Erarbeitung eines umfassenden Konzepts/ Masterplans vorgesehen, wenn ja mit welcher Zeitschiene und wie ist der Stand?
  5. Im Sommer des letzten Jahrs hat eine Begehung mit dem Behindertenbeirat der Stadt Leipzig im Neuen Rathaus/Stadthaus stattgefunden – zu welchen Erkenntnissen führte das und inwiefern werden diese in die praktische Umgestaltung des Neuen Rathauses einbezogen?
  6. Bezüglich der Wegweisung arbeitet die Stadtverwaltung Leipzig an einem Signaletikkonzept – welchen Stand hat dieses und wo ist es einsehbar bzw. wann soll es wie präsentiert werden? Wann beginnt die Umsetzung?
  7. Werden auch digitale Lösungen für Wegeführung im Neuen Rathaus angedacht?

Antwort

1. Welchen Stand hat die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie, mit welcher die Verteilung der Funktionen, die Barrierefreiheit und Wegweisung für das Neue Rathaus grundlegend untersucht werden soll?

Die Machbarkeitsstudie ist fertiggestellt. Die Wegweisung war nicht Teil der Machbarkeitsstudie.

2. Gibt es bereits Ergebnisse, wenn ja welche?

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie liegen vor, u. a. beinhaltet dies die konzeptionelle Betrachtung des 3-Zonen-Modells und die Betrachtung zukunftsfähiger Arbeitswelten. Die Barrierefreiheit wurde dabei berücksichtigt. Eine detaillierte Planung muss erarbeitet werden, bevor bauliche Maßnahmen umgesetzt werden können.
Das 3-Zonen-Modell in einem Verwaltungsgebäude beschreibt eine funktionale Gliederung des Gebäudes in drei unterschiedliche Bereiche, die jeweils bestimmte Anforderungen an Nutzung, Zugänglichkeit und Sicherheit erfüllen: öffentliche Zone, halböffentliche und nicht-öffentliche Zone. Dieses Modell dient der besseren Strukturierung zur Erhöhung der Sicherheit, der Besucherlenkung und der organisatorischen Effizienz im Verwaltungsgebäude.

Das Konzept für die digitale Wegweisung wird zukünftig erarbeitet.

3. Gibt es bereits erste Planungen für Veränderungen im Neuen Rathaus, wenn ja welche?

Nein, eine aus der Machbarkeitsstudie abgeleitete Planung liegt noch nicht vor. Diese wird unter Einbezug aller Rahmenbedingungen, z. B. Denkmalschutz, Brandschutz, laufende Sanierungen, erarbeitet.

4. Ist weiterhin die Erarbeitung eines umfassenden Konzepts/ Masterplans vorgesehen, wenn ja mit welcher Zeitschiene und wie ist der Stand?

Ziel ist, die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie in Realisierungsphasen, insbesondere mit Blick auf die finanziellen Möglichkeiten, einzuteilen. Deren zeitliche Einordnung ist abhängig von der Haushaltsplanung der nächsten Jahre.

5. Im Sommer des letzten Jahrs hat eine Begehung mit dem Behindertenbeirat der Stadt Leipzig im Neuen Rathaus/Stadthaus stattgefunden – zu welchen Erkenntnissen führte das und inwiefern werden diese in die praktische Umgestaltung des Neuen Rathauses einbezogen?

Das Referat Verwaltungsunterbringung hat das Objekt mit dem Behindertenbeirat im Jahr 2023 begangen. Daraus resultierende Feststellungen wurden protokolliert und fließen in die zukünftigen Planungen ein.

Das kontrastreichere Markieren der Treppenstufen am Haupteingang wurde abgestimmt mit der Denkmalschutzbehörde bereits umgesetzt. Parallel sind Geländer mit Handlauf auf der Treppe montiert worden.
Am barrierefreien Eingang – links neben dem Haupteingang – sind gleichzeitig auch Bodenindikatoren, Rillen, Noppen, ergänzt worden.

6. Bezüglich der Wegweisung arbeitet die Stadtverwaltung Leipzig an einem Signaletikkonzept – welchen Stand hat dieses und wo ist es einsehbar bzw. wann soll es wie präsentiert werden? Wann beginnt die Umsetzung?

Ein objektübergreifendes Signaletikkonzept wird erarbeitet. Dessen Entwurf wird zunächst stadtverwaltungsintern abgestimmt, bevor das Konzept öffentlich präsentiert, ggf. abgestimmt, werden kann.

7. Werden auch digitale Lösungen für Wegeführung im Neuen Rathaus angedacht?

Ja, es ist geplant, anhand eines Pilotprojektes zu testen, welche Elemente für die digitale Wegeleitung geeignet sind. Auch die Umsetzung des Pilotprojektes ist abhängig von den finanziellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der Beteiligung der Interessenvertretungen.

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