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VIII-F-00163 Verschiebung der Evaluierung des Fachplan Offene Seniorenarbeit

SR Dr. Volker Külow

Den Trägern der Offenen Seniorenarbeit wurde in einer Arbeitskreissitzung am 28. August 2024 mitgeteilt, dass die für 2024 beschlossene und in Teilen bereits geplante Evaluierung des Fachplans Offene Seniorenarbeit nicht stattfindet und stattdessen bis in das Jahr 2026 (Fertigstellung) verschoben werden soll. Als Begründung wurde genannt, dass ein neuer “Inklusionsfachplan“ erarbeitet wird, in dem Teile der Offenen Seniorenarbeit integriert werden sollen und damit eine Evaluierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sinnvoll sei.

Hierzu haben wir folgende Fragen an den Oberbürgermeister:

1. Welche konkreten Gründe sind dafür ausschlaggebend, dass eine eigenständige, interne Evaluierung der Offenen Seniorenarbeit entgegen der vorliegenden Beschlusslage (VI-DS-06949, Beschlusspunkt 3 und VII-DS-06093-DS-01, Beschlusspunkt 1 h und 1 i) nicht stattfinden und stattdessen bis in das Jahr 2026 verschoben werden soll?

2. Welcher Zusammenhang besteht zwischen einem neuen „Inklusionsfachplan“ und dem bestehenden Fachplan Offene Seniorenarbeit mit seiner definierten Zielgruppe, Zielstellung und seinen speziellen Inhalten, der eine Evaluierung dieses Fachplanes ad absurdum führt?

3. Laut statistischer Erhebung in den Seniorenbegegnungsstätten erhöhten sich die Nutzerzahlen 2023 erheblich. Welche Folgen hat eine fehlende Evaluation in diesem Jahr, die die Angebote der Treffs analysieren sollte und auf deren Grundlage eine Erhöhung der zeitlichen und personellen Ressourcen in den Seniorenbegegnungsstätten angestrebt wurde?

4. Wie erfolgt der weitere Ausbau der Seniorentreffs als Zentren der Begegnung, Beratung und Begleitung ab 2025 in Leipzig (siehe VII-DS-06093-DS-01, Beschlusspunkt 1 i)?

5. Wie soll nach dem Wegfall der Evaluierung auf eventuelle Erfordernisse zur Gewährleistung einer adäquaten Weiterarbeit in den Begegnungsstätten in der Haushaltsplanung 2025/26 reagiert werden, ohne dass es zu einem Rückgang der Angebote in der kommunalen Seniorenarbeit kommt?


Antwort

Den Trägern der Offenen Seniorenarbeit wurde in einer Arbeitskreissitzung am 28. August 2024 mitgeteilt, dass die für 2024 beschlossene und in Teilen bereits geplante Evaluierung des Fachplans Offene Seniorenarbeit nicht stattfindet und stattdessen bis in das Jahr 2026 (Fertigstellung) verschoben werden soll. Als Begründung wurde genannt, dass ein neuer “Inklusionsfachplan“ erarbeitet wird, in dem Teile der Offenen Seniorenarbeit integriert werden sollen und damit eine Evaluierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sinnvoll sei.

1. Welche konkreten Gründe sind dafür ausschlaggebend, dass eine eigenständige, interne Evaluierung der Offenen Seniorenarbeit entgegen der vorliegenden Beschlusslage (VI-DS-06949, Beschlusspunkt 3 und VII-DS-06093-DS-01, Beschlusspunkt 1 h und 1 i) nicht stattfinden und stattdessen bis in das Jahr 2026 verschoben werden soll?

Der im Jahr 2019 beschlossene und seit 2020 in Umsetzung befindliche Fachplan Offene Seniorenarbeit sieht vor, dass seine Umsetzung im Jahr 2024 evaluiert wird und in diesem Rahmen auch eine Nutzerbefragung durchgeführt wird. Anschließend soll im Jahr 2025 eine Fortschreibung des Fachplans erarbeitet werden (siehe S. 45 im Fachplan Offene Seniorenarbeit).

Die Evaluierung wird Ende 2024 beginnen und voraussichtlich bis in das dritte Quartal 2025 andauern.

2. Welcher Zusammenhang besteht zwischen einem neuen „Inklusionsfachplan“ und dem bestehenden Fachplan Offene Seniorenarbeit mit seiner definierten Zielgruppe, Zielstellung und seinen speziellen Inhalten, der eine Evaluierung dieses Fachplanes ad absurdum führt?

Das Sozialamt plant derzeit die Erarbeitung eines Fachplans Offene Angebote für soziale Teilhabe. Dafür sollen die Angebote der Offenen Seniorenarbeit zusammen mit anderen Offenen Angeboten, die das Sozialamt fördert, in einem Fachplan vereint werden. Dieser Prozess stärkt eine zielgruppenintegrierende Planung und ermöglicht Synergieeffekte. Die Überlegungen des Sozialamtes und der geplante Erarbeitungsprozess des Fachplans werden in der Auftaktvorlage zum Fachplan Offene Angebote für soziale Teilhabe (VII-Ifo-10447) ausführlich beschrieben und der Ratsversammlung im Dezember 2024 zur Kenntnis gegeben.

Die Ergebnisse der Evaluierung des Fachplans Offene Seniorenarbeit sollen für die Erarbeitung des Fachplans Offene Angebote für soziale Teilhabe berücksichtigt werden.

Aufgrund des Paradigmenwechsels zu einer ganzheitlichen Fachplanung Offener Angebote für diverse Zielgruppen ist ein umfangreicher Prozess erforderlich, der mehrerer Planungsschritte bedarf. In diesem Zusammenhang ist eine Verschiebung der Evaluierung des Fachplans Offener Seniorenarbeit um wenige Monate erforderlich. Dadurch lässt sich der Prozess der Erarbeitung des Fachplans Offene Angebote für soziale Teilhabe besser mit den Ergebnissen der Evaluation verzahnen.

3. Laut statistischer Erhebung in den Seniorenbegegnungsstätten erhöhten sich die Nutzerzahlen 2023 erheblich. Welche Folgen hat eine fehlende Evaluation in diesem Jahr, die die Angebote der Treffs analysieren sollte und auf deren Grundlage eine Erhöhung der zeitlichen und personellen Ressourcen in den Seniorenbegegnungsstätten angestrebt wurde?

Es ist vorgesehen, die Angebote der Offenen Seniorenarbeit bis zum dritten Quartal 2025 zu evaluieren. Derzeit läuft bereits die Auswertung der Statistik von 2023. Entsprechend dem Ratsbeschluss VII-DS-06093-DS-01 vom 14.12.2023 zum Fachplan Älter werden in Leipzig wird eine Erhöhung der zeitlichen und personellen Ressourcen der Offenen Seniorentreffs angestrebt (Beschlusspunkt 1i). Die Anpassung soll dabei bedarfsgerecht auf Grundlage der Evaluierung erfolgen, nach aktualisiertem Zeitplan also nicht vor dem dritten Quartal 2025. Die Verwaltung schlägt vor, die Umsetzung des Beschlusses auf 2026 zu verschieben und an den Beschluss zum Fachplan Offene Angebote für soziale Teilhabe zu koppeln.

4. Wie erfolgt der weitere Ausbau der Seniorentreffs als Zentren der Begegnung, Beratung und Begleitung ab 2025 in Leipzig (siehe VII-DS-06093-DS-01, Beschlusspunkt 1 i)?

Entsprechend Beschlusspunkt 1 i des Ratsbeschlusses VII-DS-06093-DS-01 vom 14.12.2023 zum Fachplan Älter werden in Leipzig sollen die Seniorentreffs als strukturelle Zentren der Begegnung, Beratung und Begleitung ab 2025 weiter ausgebaut werden. Hierfür soll eine Evaluierung der Seniorentreffs stattfinden. Die Anpassung soll dabei bedarfsgerecht auf Grundlage der Evaluierung erfolgen, nach aktualisiertem Zeitplan also nicht vor dem dritten Quartal 2025. Die Verwaltung schlägt vor, die Umsetzung des Beschlusses auf 2026 zu verschieben und an den Beschluss zum Fachplan Offene Angebote für soziale Teilhabe zu koppeln.

5. Wie soll nach dem Wegfall der Evaluierung auf eventuelle Erfordernisse zur Gewährleistung einer adäquaten Weiterarbeit in den Begegnungsstätten in der Haushaltsplanung 2025/26 reagiert werden, ohne dass es zu einem Rückgang der Angebote in der kommunalen Seniorenarbeit kommt?

Es ist vorgesehen, die Angebote der Offenen Seniorenarbeit bis zum dritten Quartal 2025 zu evaluieren.

Für den Doppelhaushalt 2025/2026 sind alle für den Bereich Offene Seniorenarbeit vorgesehenen Projekte angemeldet. Grundlage hierfür ist der Fachplan Offene Seniorenarbeit und die darin vorgegebenen Strukturen. Ziel ist es, mit Beschluss des Fachplanes Offene Angebote für soziale Teilhabe im Jahr 2026 auch für die Umsetzung notwendigen Mittel ab 2027 einzuplanen.

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