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VIII-F-01596 Arbeitsmarktreport August 2025 – Schlussfolgerungen

SR Dr. Volker Külow

Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zum Leipziger Arbeitsmarkt im Juli 2025 zeichnen ein besorgniserregendes Bild: Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist auf 37.809 gestiegen – das sind 1.055 mehr als im Vormonat und 4.179 mehr als im Vorjahr, was einem Anstieg von 14,8 % entspricht. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,8 %, gegenüber 7,7 % im Juli 2024. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt derzeit sogar 10,6 % (alle arbeitslosen plus den Menschen in Maßnahmen). Besonders auffällig ist der starke Zugang aus Beschäftigung – etwa durch das saisonübliche Ende von Ausbildungen und Fördermaßnahmen. Auch die Zahl der Jugendlichen ohne Anschlussbeschäftigung nach Ausbildungsende ist gestiegen, was auf strukturelle Defizite im Übergang Schule–Beruf hindeutet. Diese Entwicklungen werfen grundlegende Fragen zur Wirksamkeit der bisherigen Arbeitsmarktpolitik in Leipzig auf.

Vor diesem Hintergrund ergeben sich folgende Fragen an den Oberbürgermeister:

1.  Wie erklären Sie diesen signifikanten Anstieg der Arbeitslosigkeit – insbesondere bei jungen Menschen und vormals Beschäftigten

2.  Welche konkreten Strategien verfolgt die Stadt Leipzig, um die Arbeitslosigkeit sowohl absolut als auch relativ zu senken? Welche Maßnahmen sind geplant, um insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit nachhaltig zu bekämpfen?

3.  Wie bewertet die Stadtverwaltung die Tatsache, dass trotz offener Stellen in Bereichen wie Gesundheitswesen, Baugewerbe und technischen Dienstleistungen offenbar keine ausreichende Passung zwischen Angebot und Nachfrage besteht?

4.  Welche Rolle spielen kommunale Förderprogramme, Umschulungsmaßnahmen oder Kooperationen mit der lokalen Wirtschaft, um die Vermittlungsquote zu verbessern?

5.  Wie wird sichergestellt, dass die Zahl der Bedarfsgemeinschaften und Bürgergeldempfänger, die laut Statistik weiterhin hoch ist, nicht weiter steigt?

6.  Wie hat sich die Jugendarbeitslosigkeit in den vergangenen fünf Jahren entwickelt und was sind die dafür maßgeblichen Gründe?


zur Antwort der Stadtverwaltung

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