VII-F-10671 Stand der Umsetzung des Ratsbeschlusses „Das kommunale Netzwerk für die Familien, die mit einer psychischen Erkrankung und/oder Suchterkrankung konfrontiert sind, stärken!“ (VII-A-09092-NF-02) vom 28. Februar 2024
In der Ratsversammlung am 28. Februar 2024 wurde auf Antrag der Fraktionen DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen und SPD der o. g. Beschluss gefasst. Zur Beschussfassung zählte u. a. im 1. Beschlusspunkt, dass der Oberbürgermeister bis zum Ende des II. Quartals „beauftragt wird zu prüfen, ob und inwieweit die bestehenden Angebote für Familien, unabhängig von der konkreten Bedarfslage, verstärkt und ausgebaut werden können. Dabei ist besonders zu prüfen, wie betroffene Familien frühzeitiger identifiziert und die vorhandene Angebotslandschaft transparenter kommuniziert werden können.“
Fragen an den Oberbürgermeister:
- Wie schätzt der Oberbürgermeister insgesamt die aktuelle Umsetzung des genannten Ratsbeschlusses ein?
- Liegt das erwähnte Prüfergebnis inzwischen vor? Wenn nein, warum nicht und wann ist mit der entsprechenden Information zu rechnen?
- Wie weit sind die Vorbereitungen gediehen, am Verbund Gemeindenahe Psychiatrie (Klinikum St. Georg gGmbh) ab 1. Januar 2025 einen Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst zu etablieren?
Antwort
1. Wie schätzt der Oberbürgermeister insgesamt die aktuelle Umsetzung des genannten Ratsbeschlusses ein?
Die Umsetzung des Ratsbeschlusses befindet sich in Arbeit. Sowohl das Gesundheitsamt als auch das Amt für Jugend und Familie arbeiten fortlaufend daran, die Angebote für Familien – insbesondere diejenigen, die mit einer psychischen Erkrankung und/oder Suchterkrankung konfrontiert sind – zu verbessern und zu verstärken. Gegenstand der Abstimmungen ist unter anderem die Frage, wie die zielgruppenspezifische Kommunikation noch passgenauer erfolgen kann.
Im Gesundheitsamt wurde eine bereichsübergreifende Arbeitsgruppe etabliert, die sich die engere Vernetzung – sowohl innerhalb des Amtes und der Stadtverwaltung als auch mit städtischen Einrichtungen wie Schulen und Kindertageseinrichtungen – sowie verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und vermehrte Schulungen für Multiplikatoren zum Ziel gesetzt hat.
Die Einführung der Hilfe-App Between The Lines im Mai dieses Jahres trägt zur Erreichung des mit dem Ratsbeschluss verfolgten Ziels bei. Sie bietet Kindern und Jugendlichen in zahlreichen Lebenslagen Orientierung und ermöglicht zugleich einen niedrigschwelligen Zugang zur Leipziger Hilfelandschaft
2. Liegt das erwähnte Prüfergebnis inzwischen vor? Wenn nein, warum nicht und wann ist mit der entsprechenden Information zu rechnen?
Ein abschließendes Prüfergebnis liegt gegenwärtig noch nicht vor. Grund dafür sind personelle Engpässe. Die Berichterstattung dazu soll im ersten Quartal 2025 erfolgen.
3. Wie weit sind die Vorbereitungen gediehen, am Verbund Gemeindenahe Psychiatrie (Klinikum St. Georg gGmbh) ab 1. Januar 2025 einen Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst zu etablieren?
Die Umsetzung des Beschlusses zur Einrichtung eines Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes befindet sich ebenfalls in Arbeit, wobei die Vorbereitungen schon weit vorangeschritten sind. Erste Gespräche mit dem Verbund Gemeindenahe Psychiatrie haben bereits stattgefunden. Ein entsprechendes internes Konzept für einen Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst liegt im Entwurf vor. Weitere Fragestellungen bspw. zu Abrechnungsmodalitäten sind in Klärung. Die praktische Umsetzung des Vorhabens zum 01.01.2025 würde einer personellen Erweiterung bedürfen und ist aktuell nicht abschätzbar.
