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VII-F-09456 Baustellenmanagement auf dem Prüfstand

SR Steffen Wehmann

Für viele Verkehrsteilnehmer ist die Baustellenplanung in Leipzig eine große Herausforderung. Derzeit sind drei Straßen im Westen der Stadt gar nicht oder nur zum Teil nutzbar: So die Waldstraße, die Marschnerstraße und die Lützner Straße. Dies führt auf den wenigen übrigen Streckenabschnitten nicht nur im KFZ-Verkehr zu erheblichen Belastungen, sondern auch zu Verzögerungen des Straßenbahnverkehrs sowie zu Steigerungen von Lärm- und Schadstoffemissionen, auch wenn diese aktuell durch die widrigen Wettereinflüsse zum Teil ruhen.

Daher fragen wir:

  1. Welche zeitlichen Prämissen setzt die Verwaltung in Zusammenarbeit u.a. mit der LVV- Gruppe hinsichtlich der verschiedenen Investitionen und Bauarbeiten, um Verkehrsströme weniger zu unterbrechen und zu bremsen?
  2. Welche zeitlichen Alternativen gab es hinsichtlich der Bauarbeiten in der Marschner-und Lützner Straße?

Antwort

Für viele Verkehrsteilnehmer ist die Baustellenplanung in Leipzig eine große Herausforderung. Derzeit sind drei Straßen im Westen der Stadt gar nicht oder nur zum Teil nutzbar: So die Waldstraße, die Marschnerstraße und die Lützner Straße. Dies führt auf den wenigen übrigen Streckenabschnitten nicht nur im KFZ-Verkehr zu erheblichen Belastungen, sondern auch zu Verzögerungen des Straßenbahnverkehrs sowie zu Steigerungen von Lärm- und Schadstoffemissionen, auch wenn diese aktuell durch die widrigen Wettereinflüsse zum Teil ruhen.Daher fragen wir:

  1. Welche zeitlichen Prämissen setzt die Verwaltung in Zusammenarbeit u.a. mit der LVV- Gruppe hinsichtlich der verschiedenen Investitionen und Bauarbeiten, um Verkehrsströme weniger zu unterbrechen und zu bremsen?

Grundsätzlich werden Baubedarfe der Stadt und der Unternehmen der L-Gruppe terminlich und inhaltlich koordiniert, so dass die Bauleistungen, da wo möglich, gebündelt als gemeinsame Baumaßnahme erbracht und wiederholende Sperrungen gleicher Abschnitte in kurzer Folge vermieden werden. In zahlreichen regelmäßigen und projektspezifischen Abstimmungen werden die Bauprojekte der L-Gruppe auch gegenüber der Straßenverkehrsbehörde vorgestellt. Hierbei werden sowohl Bautechnologie als auch erforderliche Bauzeiten diskutiert und ggf. Bauphasen angepasst. Diese Abstimmung ist auch für das LVB-Bahnstrom-Vorhaben Marschnerstraße, die Baumaßnahme in der Waldstraße mit Gleisbau, Brückenbau und der Sanierung der Trink- und Abwasserleitungen sowie für das Fernwärme-Vorhaben Bowmanstraße (mit Verkehrseinschränkungen auf die Lützner Straße) der Netz Leipzig erfolgt.

Die zeitliche Koordinierung von Verkehrsraumeinschränkungen bzw. straßenverkehrs-beeinflussenden Maßnahmen im Zusammenhang mit Arbeitsstellen erfolgt durch die Straßenverkehrsbehörde der Stadt in Abstimmung mit den jeweiligen Bauherren. Sie tritt dafür mit den Bauherren in Verhandlung zur grundsätzlichen zeitlichen Einordnung oder zur technologischen Organisation, etwa mit dem Ziel einer Bauzeitverkürzung. Langfristig geplante Baumaßnahmen werden mit entsprechendem Vorlauf teils über Jahre im Voraus zeitlich eingeordnet.

Das Ziel ist es immer, zumindest weitere Einschränkungen auf ausgewiesenen Umleitungsstrecken zu vermeiden. Dies ist bei den genannten Baumaßnahmen der Fall.

Eine Ermächtigungsgrundlage zur generellen Untersagung der Durchführung von Baumaßnahmen im öffentlichen Verkehrsraum ergibt sich für die Straßenverkehrsbehörde aus den einschlägigen Rechtsvorschriften jedoch nicht. Wegen der Vielzahl an Baumaßnahmen verschiedenster Bauherren ist es leider auch nicht auszuschließen, dass mehrere Bauvorhaben in einem Stadtbezirk gleichzeitig durchgeführt werden.

2. Welche zeitlichen Alternativen gab es hinsichtlich der Bauarbeiten in der Marschner-und Lützner Straße?

Jedes Versorgungsunternehmen hat in seinem Bereich der unterirdischen Infrastruktur einen enormen Erneuerungsbedarf in der Stadt. Projekte wie die Marschner- und die Bowmanstraße, mit aktuellen Auswirkungen auf die Lützner Straße, wurden unter Berücksichtigung der Verkehrssituation im Leipziger Westen verantwortungsvoll eingeordnet. Dabei wird der geplante Bau der Zeppelinbrücke genauso berücksichtigt, wie das Verkehrskonzept für die Fußball-EM 2024 für den Leipziger Westen.

Durch die Netz Leipzig erfolgt in der Bowmanstraße die Neuverlegung einer Fernwärmeleitung als Maschenschluss zwischen der Lionstraße und der Jahnallee. Diese Baumaßnahme sollte ursprünglich im Schatten der Baumaßnahme „Zeppelinbrücke“ mit Vollsperrung der Jahnallee ausgeführt werden. Mit der Verschiebung dieser Maßnahme wurde eine separate Ausführung notwendig. Durch die Verschwenkung des Verkehrs auf die andere Fahrbahnseite werden die verkehrlichen Einschränkungen minimiert.

Die Terminierung der Baumaßnahme Bahnstromleitung in der Marschnerstraße erfolgte unter Berücksichtigung weiterer Baumaßnahmen im Umfeld, teils unter Vollsperrung, und den jeweiligen Umleitungen, sowie verschiedener Veranstaltungen im und am Stadion.

Für die Maßnahme in der Waldstraße (Vollsperrung) und in der Marschnerstraße (mit Sperrung einer Fahrtrichtung), ist eine Umleitung ausgewiesen. Für die Arbeiten in der Bowmanstraße wird der Verkehr durch Überleitung auf die andere Fahrbahnseite aufrechterhalten.

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