VII-F-08470 Grünau braucht endlich eine umfassende Präventionsstrategie
Dem Bildungs- und Sozialreport der Stadt Leipzig ist nunmehr seit Jahren zu entnehmen, dass Grünau einen großen sozial- und jugendhilfeplanerischen Bedarf aufweist. Gespräche mit Trägern und Betroffenen vor Ort bestätigen die Zunahme der Herausforderungen der fast 50.000 Einwohner*innen in den Ortsteilen. Aus diesem Grund fragen wir genauer nach der Sozialstruktur, Hilfebedarfen und Angeboten und deren Situation.
Wir bitten den Oberbürgermeister folgende Fragen zu beantworten:
1. Wie hoch ist die Anzahl der Schulabbrecher*innen, Schulvermeider*innen, schulabstinenten jungen Menschen in Grünau und den Ortsteilen im Vergleich zur Gesamtstadt? Welche Auswirkung hat es, dass alle Förderschulformen in konzentrierter Form hier anzutreffen sind?
2. Wie viele Kinder haben im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen einen Hilfebedarf im Vergleich zur Gesamtstadt und wie viele Kinder werden von der Schulpflicht noch ein Jahr aus welchen Gründen zurückgestellt?
3. Wie viele Hilfen zur Erziehung wurden im Planungsraum Grünau und nach Ortsteilen im Vergleich zur Gesamtstadt in 2022 und 2023 gewährt?
4. Wie ist die Hilfedichte in Grünau und den Ortschaften im Vergleich zur Gesamtstadt? Wie viele ambulante, teilstationäre und stationäre Hilfen werden im Vergleich zur Gesamtstadt in Leipzig gewährt?
5. Wie viele Eingliederungshilfen für junge Menschen, auch Schulbegleitung, werden in Grünau und nach Ortsteilen in Grünau gewährt?
6. Wie viele Kindertagesstätten mit welcher Belegungsquote gibt es in Grünau? Wie ist die Inanspruchnahmequote der Betreuung der unter 3-jährigen und der über 3-jährigen und wo sieht die Stadt Leipzig einen Handlungsbedarf?
7. Wie ist die Inanspruchnahme der BuT-Leistungen für die Grünauer Kinder und Jugendlichen im Vergleich zur Gesamtstadt und wo sieht die Stadt Leipzig einen Handlungsbedarf?
8. Wie viele Kindeswohlgefährdungen und Anzeigen zum Kindeswohl fanden in 2022 und 2023 in Grünau im Vergleich zur Gesamtstadt statt?
9. Ist es strategisch sinnvoll, dass eine Versäulung bestimmter Angebotsformen stattfindet, sprich, dass gut genutzte Infrastrukturen wie der OFT in der Völkerfreundschaft zugleich auch weitere ambulante und präventive Leistungen nach dem SGB VIII anbietet, um Zugangshürden zu mindern?
10. Wie ist derzeit die personelle Situation im Grünauer ASD (Besetzung, Krankheit, Überlastungsanzeigen, Fallzahlenschlüssel)?
11. Wie viele Inobhutnahmen wegen akuter Situationen fanden in Grünau, auch nach Ortsteilen im Vergleich zur Gesamtstadt statt?
