VII-F-07603 Verbrennung von Holz aus Schutzgebieten
Am 25. August 2022 veröffentlichte Greenpeace einen Bericht über eine durchgeführte Investigativrecherche. Mit GPS-Trackern verfolgten sie den Weg von mutmaßlich 3185 Baumstämmen aus FFH-Schutzgebieten. Das Ergebnis der Recherche: Rund 15 % der getrackten Bäume landeten im Biomassekraftwerk Bischofferode/Holungen, wo die Stadtwerke Leipzig aus Biomasse Strom und Wärme erzeugen. Laut Homepage der Stadtwerke Leipzig nutzen die kommunalen Energieversorger nur Holz, das bei der Waldpflege bzw. Durchforstung oder der Landschaftspflege anfällt.
Wir bitten um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Woher stammt das Holz, das im Biomassekraftwerk Bischofferode verbrannt wird? (Bitte mit Nennung der gesamten jährlich verbrannten Holzmenge, Holzmenge nach Herkunftsorten und Kennzeichnung, ob es sich bei der Herkunft um ein FFH-Schutzgebiet handelt)
2. Wie hoch ist der Anteil von Holz aus FFH-Schutzgebieten? (Bitte in Prozent und Masse)
3. Würde für das von den Stadtwerken Leipzig verbrannte Holz eine alternative Nutzung, z. B. als Bauholz, in Frage kommen, oder ist diese aufgrund der Holzqualität ausgeschlossen?
4. Wie bewerten die Stadtwerke Leipzig die Nutzung von Holz für Strom- und Wärme vor dem Hintergrund einer möglichen alternativen Nutzung aus ökologischer und wirtschaftlicher Perspektive?
5. Welche Rolle soll die Nutzung von Holz für Strom und Wärme bei den Stadtwerken mittel- und langfristig spielen?
