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Perspektiven der Musikbibliothek Peters

Fraktion der PDS im Stadtrat zu Leipzig

Jüngsten Medienberichten und einer Hausmitteilung des Beigeordneten für Kultur an die Mitglieder des Kulturausschusses zu Folge sind in den letzten Wochen aus dem Bestand der Musikbibliothek Peters mehrere hundert – zum Teil einmalige und äußerst wertvolle – Autografen, frühe Abschriften und Erstdrucke von Bach, Mendelssohn usw. entnommen worden, um sie von international agierenden Auktionshäusern in Berlin zunächst schätzen und später möglicherweise auch verkaufen zu lassen.

Jüngsten Medienberichten und einer Hausmitteilung des Beigeordneten für Kultur an die Mitglieder des Kulturausschusses zu Folge sind in den letzten Wochen aus dem Bestand der Musikbibliothek Peters mehrere hundert – zum Teil einmalige und äußerst wertvolle – Autografen, frühe Abschriften und Erstdrucke von Bach, Mendelssohn usw. entnommen worden, um sie von international agierenden Auktionshäusern in Berlin zunächst schätzen und später möglicherweise auch verkaufen zu lassen. Ermöglicht wurde diese Übergabe durch die Kündigung des 1998 zwischen dem C.F. Peters Musikverlag (Frankfurt/Main) und den Städtischen Bibliotheken Leipzig abgeschlossenen Dauerleihvertrages, wobei nach Informationen der PDS-Fraktion ursprünglich nur die Entnahme von wenigen Bibliothekseinheiten vorgesehen war. Nachdem nicht nur in Leipzig und Sachsen, sondern auch in der internationalen Fachwelt, über diesen dramatischen Vorgang zum Teil ernste Besorgnisse entstanden sind, bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

1. Wurden seitens der Stadt beim Abschluss des Leihvertrages im Jahr 1998 juristische Fehler begangen, die eine so umfangreiche Entnahme aus den Beständen der Musikbibliothek Pe-ters nunmehr ermöglichen?

2. Welche Bemühungen unternimmt die Stadtverwaltung gegenwärtig, um die ca. 600 Rara-Stücke wieder nach Leipzig zurückzuführen?

3. Wie bewertet die Stadt die öffentliche Zusicherung des Geschäftsführers des C.F. Peters Musikverlages Frankfurt/Main Karl Rarichs, die entfernten Stücke keinesfalls verkaufen zu wollen?

4. Wie gestalten sich die Perspektiven der Musikbibliothek Peters als immerhin zweigrößte Musikbibliothek Deutschlands, falls die Bestände nicht wieder nach Leipzig zurückgeführt werden und wie groß wäre der dadurch entstehende Ansehensverlust für Leipzig als Musikstadt?

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