F 701 Neonazistische Bestrebungen in der Fanschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig
In verschiedenen Presseberichten und auf direkte Nachfrage bekundete das Sächsische Landesamt für Verfassungsschutz im September 2012, dass es die Fangruppe Scenario Lok, die sich im Umfeld des 1. FC Lokomotive Leipzig bewegt, als rechtsextremistisch einschätzt. Am 17.8.2012 hatten Anhänger dieser Gruppierung im NPD-Zentrum in der Odermannstraße 8 eine Feier ausgerichtet. Von dieser Veranstaltung aus kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen und Übergriffen.
Bisher gibt es keine transparente Verfahrensweise des Vereins im Umgang mit dieser Fangruppierung.
Ich bitte in diesem Zusammenhang um Beantwortung folgender Fragen:
- Ist die Stadt Leipzig in diesem Zusammenhang auf den 1. FC Lokomotive Leipzig zugegangen? Wenn ja, mit welchem Ergebnis?
- Welche Konsequenzen müssen aus Sicht der Stadt Leipzig aus den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes über die Fangruppierung „Scenario Lok“ gezogen werden?
- Welche Möglichkeiten stehen der Stadt Leipzig zur Verfügung gegen ausgemachte rechtsextreme Bestrebungen in Fußballvereinen, die Sportförderung von der Stadt erhalten oder ein Pachtverhältnis für Sportanlagen der Stadt inne haben, vorzugehen?
- Welche Präventionsangebote gegen Neonazismus und Diskriminierung hält die Stadt Leipzig für Sport- und insbesondere Fußballvereine vor?
