F 1089 Angebote und Konzept des OFT „Völkerfreundschaft“ in Grünau
1983 wurde das Kulturhaus „Völkerfreundschaft“ seiner Bestimmung übergeben. Tausende Grünauerinnen und Grünauer erinnern sich heute noch gern an legendäre Tanzveranstaltungen. 1993 wurde die „Völle“ vom Jugendamt übernommen. Nach dreijährigem Umbau waren im Haus drei Säle, ein Fitnessraum, vier Bandproberäume, ein Jugendcafé, ein Computerkabinett und eine Kreativ-Werkstatt nutzbar.
Der OFT „Völkerfreundschaft“ ist die größte und zentral gelegene Freizeiteinrichtung in Grünau. Doch die Angebote der „Völle“ sind im Vergleich zu anderen, kleineren Einrichtungen seit Jahren deutlich geringer. Der Freizeittreff wird zurzeit für Kinder und Jugendliche, zur Vermietung an Sportvereine und zur Vermietung des großen Saals genutzt.
Um die Trendwende und die Entwicklung Grünaus zu einem attraktiven, familienfreundlichen Stadtteil zu fördern, ist auch die „Völkerfreundschaft“ eine gute Möglichkeit. Der Oberbürgermeister sprach bei seinem Rundgang durch Grünau in diesem Zusammenhang von der vielfältigen Nutzung als „Bürgerhaus“.
In diesem Zusammenhang stelle ich folgende Fragen:
- Die Nutzung durch die kommunale Jugendarbeit und die Vermietung von Räumen an Sportvereine führen zu Interessenkonflikten der Nutzer (u. a. räumliche und zeitliche Überschneidungen). Die pädagogischen Mitarbeiter vor Ort sind sehr engagiert, stoßen aber im Zusammenhang mit der Vermietung an Grenzen. Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung, dieses Problem zu lösen?
- Traditionelle Veranstaltungen wie die Modelleisenbahnausstellung finden erstmals seit zwanzig Jahren nicht mehr in der Völkerfreundschaft statt, obwohl der Veranstalter daran Interesse hatte. So soll es recht lange dauern, bis Mietverträge abgeschlossen werden können. Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung, dieses Problem zu lösen?
- Die Außengestaltung der Völkerfreundschaft ist wenig einladend. Bei vorwiegend geschlossenen Türen kann von „Offenheit“ des Offenen Freizeittreffs keine Rede sein. Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung, diesen Zustand zu ändern?
- Die technischen Anlagen des Gebäudes sind nach mehr als dreißig Jahren teilweise verschlissen und bedürfen schon aus Sicherheitsgründen einer Sanierung. Welche Schritte plant die Verwaltung zur Lösung dieses Problems?
Die vorangestellten Fragen weisen auf ein strukturelles Problem von Betreibung und Vermietung hin. Dabei sind sowohl konzeptionelle Fragen zu klären als auch die notwendige personelle und technische Ausstattung.
5. Wird analog zum geplanten integrierten Stadtteilentwicklungskonzept für Grünau auch ein integriertes Betreiberkonzept für die Völkerfreundschaft als „Bürgerhaus“ erarbeitet? Denkbar wären dabei das Amt für Jugend, Familie und Bildung, das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbau, Sportamt, Kulturamt sowie das Amt für Gebäudemanagement einzubeziehen.
6. Wenn ja, wann liegt ein solches Konzept dem Stadtrat vor? Welches Dezernat ist dabei federführend?
7. Wenn nein, ist ein solches Konzept für die Zukunft vorgesehen? Welches Dezernat wird dabei federführend sein?
