Öffentlicher Nahverkehr ist Daseinsfürsorge!
Zum 1. August erhöht der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) wieder die Preise für Bus und Bahn.
Dazu erklärt Franziska Riekewald, Vorsitzende der Fraktion im Stadtrat zu Leipzig und Sprecherin für Mobilität: „Die Leipzigerinnen und Leipziger kennen dieses Spiel inzwischen: In jedem Sommer erhöhen sich die Preise für Busse und Straßenbahnen. Durchschnittlich fünf Prozent mehr kosten die Tickets für den ÖPNV in Leipzig ab Anfang August. Wo Inflation und die Krisen der vergangenen Jahre viele Menschen ohnehin bereits an ihre finanzielle Belastungsgrenze gebracht haben, kommt nun die nächste Herausforderung.
Nachhaltiger und bezahlbarer ÖPNV ist Daseinsfürsorge. Wer sich das Ticket für Bus und Bahn nicht mehr leisten kann, verliert wichtige Teilhabemöglichkeiten und wird zunehmend aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Schlussendlich gefährdet eine solche Entwicklung auch unsere Demokratie. Das dürfen wir nicht hinnehmen!
Für uns als Linke ist ganz klar: Öffentlicher Nahverkehr braucht öffentliches Geld! Es kann nicht sein, dass die Fahrgäste allein den steigenden Finanzbedarf der Verkehrsbetriebe schultern. Dennoch sind die Einnahmen aus ihren Fahrpreiserhöhungen die einzigen, die in den letzten Jahren gestiegen sind, während die Zuschüsse von Bund, Land und Stadt bzw. Landkreis nicht im gleichen Maße angepasst werden.
Wir brauchen ein echtes Bekenntnis vom Bund zum ÖPNV und der Mobilitätswende – das bedeutet, dass der Bund die Regionalisierungsmittel erhöhen und der Freistaat diese Gelder in voller Höhe an die Verkehrsbetriebe weiterleiten sowie aus eigenen Mitteln aufstocken muss. Nur so kann die Mobilitätswende für alle gelingen.“

