Wenn die Kleinmesse auf die Festwiese umzieht, dürfen die Anwohnenden nicht zu kurz kommen!
Am vergangenen Freitag hat die Verwaltung einen neuen Vorschlag für den künftigen Standort der Leipziger Kleinmesse bekanntgegeben: Die Überlegungen zielen darauf ab, den angestammten Platz der Schaustellenden auf die Festwiese zu verlegen. RB Leipzig könnte somit sein Trainingsgelände auf den bisherigen Standort der Kleinmesse ausweiten.
Dazu erklärt Franziska Riekewald, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig und Stadträtin im Zentrum-West: „Zunächst einmal begrüßen wir, dass die Verwaltung bemüht ist, eine Lösung zu finden, welche die Rodung des anliegenden Capa-Wäldchens ausschließt. Damit letztere Variante endgültig vom Tisch ist, haben wir gemeinsam mit der SPD-Fraktion bereits einen Antrag ins Verfahren gegeben, der dies bekräftigt (https://gleft.de/6KV).
Wir dürfen aber nicht vergessen: Der Umzug auf die Festwiese ist für die Kleinmesse kein Kinderspiel. Zwar werden seit Jahren auf dem Gelände punktuell Veranstaltungen und Konzerte durchgeführt – der Ort ist sozusagen erprobt. Eine dauerhafte Nutzung des Areals aber bedeutet eine Ertüchtigung der ganz anderen Art – die Wiese muss auch bei schlechtem Wetter Standfestigkeit bieten für die schweren Fahrgeschäfte. Besucher*innen dürfen nicht im Matsch versinken. Die Kosten dafür müssen erst noch ermittelt werden. Wir erwarten allerdings, dass sich hier RB Leipzig entsprechend beteiligt. Immerhin ist der Umzug der Kleinmesse nur notwendig, weil der Fußballclub sich erweitern will.
Abgesehen davon muss die Verwaltung frühzeitig die Anwohnenden in den Prozess mit einbinden. Wenn die Kleinmesse mehrere Monate im Jahr auf der Festwiese stattfindet, muss sichergestellt werden, dass die Bewohner*innen des Waldstraßenviertels durch den Lärm nicht belastet werden. Hier gilt es alle Möglichkeiten, z.B. beim Bau des Parkhauses, zu nutzen.
Es müssen also noch einige Hürden genommen werden. Wir erwarten, dass der Stadtrat laufend über den Stand der Entwicklungen und die damit verbunden Kosten informiert wird.“
