Zum Hauptinhalt springen

Verhandlungsmandat für die Stadt und Einsatz für Naturschutz im Stadionumfeld

Franziska Riekewald und Susanne Scheidereiter

In der vergangenen Woche gab die Stadtspitze bekannt, eine „Lösung für den Erhalt der Kleinmesse am traditionellen Standort, der sowohl die Interessen der Schausteller als auch von RB Leipzig und des Umwelt- und Naturschutzes berücksichtigt“ gefunden zu haben. Die Verwaltung sieht vor, dem Verein die Fläche westlich des bestehenden Festplatzes anzubieten. 

Der Streit um die Kleinmesse dauert nun schon etliche Jahre an. Es braucht endlich eine langfristige Lösung. Im letzten Jahr hat unsere Fraktion mit einem Änderungsantrag (https://gleft.de/6d4) zum Erbbauvertrag erreicht, dass ein verbindlicher Standort für den Festplatz – gut angebunden, fertig erschlossen und barrierefrei – zur Bedingung wird. Die jetzt zu beschließende Vorlage ist das Resultat der Prüfung: Es wurde offenbar kein anderer Platz gefunden, der die Bedingungen erfüllt. Als Konsequenz muss neu geschaut werden, wie die Konflikte um die Flächen gelöst werden können.

Franziska Riekewald, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig, erklärt dazu: „Mit dem nun vorgelegten Grundsatzbeschluss geht es darum, der Stadt das Verhandlungsmandat zu erteilen. Das tun wir einzig unter folgender Voraussetzung: Die Kleinmesse muss für mindestens 20 Jahre und vor allem durchgehend gesichert sein. Bisher steht in der Vorlage, dass die Kleinmesse stattfinden kann, wenn RB sein Parkhaus in Betrieb genommen hat. Das lässt noch viele Fragen offen.“

Susanne Scheidereiter, Sprecherin für Klima und Umwelt der Fraktion, ergänzt: „Essenziell ist auch die Frage, wie mit dem Wald umgegangen wird. Wenn dieser gerodet werden sollte, muss im Gegenzug etwas für die Natur getan werden: Am Elsterbecken sind beispielsweise schon lange Renaturierungsmaßnahmen im Gespräch. Wir erwarten von RB Leipzig einen Einsatz für den Naturschutz im Stadionumfeld. Ohne Investitionen, die den Leipzigerinnen und Leipzigern dienen, wird es nicht gehen.“ 

Zurück zum Kopf der Seite