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Tradition erhalten und Naturschutz konsequent durchsetzen!

Franziska Riekewald

Die künftige Gestaltung des Geländes am Cottaweg wird in der Leipziger Stadtgesellschaft seit Wochen heiß diskutiert. Nachdem von verschiedenen Seiten Kritik an den von der Verwaltung vorgelegten Plänen laut wurde, gehen die Verhandlungen in eine neue Runde. Die entsprechende Vorlage wird dem Stadtrat erst im August zur Beschlussfassung vorgelegt werden. 

Die Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig hat nun einen Änderungsantrag zur Vorlage eingereicht (https://gleft.de/6Ez).

Dazu erklärt Franziska Riekewald, Vorsitzende der Fraktion: „Wo so viele Akteure gleichzeitig agieren, sind Nutzungskonflikte vorprogrammiert - das war bereits klar, als vor Jahren der Entschluss für ein Stadion in der Innenstadt gefasst wurde. Die aktuelle Debatte um den Verkauf der Flächen an der Capastraße an RB Leipzig darf allerdings kein Freibrief für den Verein sein. Vielmehr sollten wir die aktuelle Situation als Hebel nutzen, um langfristige Ziele der Stadtentwicklung und des Naturschutzes konsequent durchzusetzen.

Für uns steht fest: Wenn das Waldstück – übrigens auch eine ehemalige Ausgleichsmaßnahme – gerodet wird, muss RB Leipzig in direkter Nähe kompensieren. Besonders die artenschutzrechtlich wertvolle terrestrische Verbindung zwischen dem nördlichen und südlichen Auwald – insbesondere im Bereich des Elsterbeckens und unter den Brücken – ist für uns Bedingung. Ein Ausbau des RB-Campus ist nur denkbar, wenn diese grünen Korridore dauerhaft gesichert und ökologisch aufgewertet werden. 

Als Linke setzen wir uns außerdem seit jeher dafür ein, dass die Kleinmesse nach 90-jähriger Tradition auf dem Festplatz weiter bestehen kann. Für uns stand immer fest, dass die Flächen nur dann anders genutzt werden können, wenn ein Alternativstandort gefunden würde. Da die Suche nach der Prüfung von 27 Standorten aufgrund von Lärmschutz und fehlender Anbindung scheiterte, ist der Verbleib der Kleinmesse am Cottaweg die einzige Konsequenz.

Wir hoffen, dass der Oberbürgermeister die sitzungsfreie Zeit für weitere Verhandlungen nutzt.“

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