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Suchthilfe stärken, Drogenkonsumraum realisieren und DrugChecking ermöglichen!

Juliane Nagel

Im Jahr 2025 sind laut Statistik der Polizei in Sachsen 26 Tote durch den Konsum illegalisierter Drogen zu beklagen (Landtagsdrucksache: https://gleft.de/6HT). Mit zehn Verstorbenen ist Leipzig der Schwerpunkt. Hauptursache ist der missbräuchliche Konsum von Crystal und Opioiden wie Fentanyl und Heroin. Große Probleme sind sowohl der Mischkonsum von Substanzen als auch Langzeitschäden.

Grund genug, am 21. Juli, dem Internationaler Gedenktag für verstorbene drogengebrauchende Menschen, auf die Situation der Betroffenen und auf notwendige Veränderungen der Drogen- und Suchthilfepolitik aufmerksam zu machen. Unter dem Motto „Verändern, um Leben zu retten“ findet auch in Leipzig wieder eine Aktion statt (https://www.gedenktag21juli.de/stadt/). Die Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig teilt das Anliegen des Gedenktages und fordert die weitere Stärkung der Hilfelandschaft. Zudem drängen wir auf den Start des Drogenkonsumraums. 

Stadträtin Juliane Nagel erklärt: „Jede Person, die den Folgen des Drogenkonsums erliegt, ist eine Person zu viel. Das Hauptproblem bleibt ganz klar Alkohol. Wir fordern starke Präventions- und Hilfsstrukturen, damit alle Betroffenen unterstützt, Todesfälle vermieden und Gesundheitsschäden verringert werden. 

Die Suchtbehandlungs- und Beratungsstellen sind zentrale Schnittstellen und Anlaufpunkte für Betroffene. Doch sie können nur beraten und helfen, wenn sie gut ausgestattet sind. Im kommenden kommunalen Haushalt müssen laut Informationen der Träger in der Stadt 500.000 Euro für 2027 bzw. 710.000 Euro für 2028 zusätzlich kommen, sonst sind drastische Einschnitte bei der Versorgung zu erwarten. Die gestiegenen Kosten kommen vor allem durch Tariferhöhungen zustande. Die Tätigkeit der Fachkräfte in den Beratungsstellen, darunter auch die Jugenddrogenberatungsstelle K(l)lick, ist anspruchsvoll und herausfordernd. Ohne die Stabilisierung würden für Betroffene wichtige Anlaufstellen wegfallen. Das dürfen wir nicht zulassen.

Ergänzend dazu drängen wir darauf, dass der Drogenkonsumraum endlich an den Start geht. Seit 2025 gibt es das fertige Konzept und die entsprechende Ausstattung – Träger und Mitarbeitende sind bereit, es fehlte bisher am Geld. Dabei ist klar, dass Drogenkonsumräume Leben retten, Risiken minimieren und Wege in Hilfesysteme öffnen können. 

Es braucht beide Ansätze: Beratung und Behandlung auf der einen Seite sowie Maßnahmen der Schadensminimierung – wie es der Drogenkonsumraum ist."  

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