Schulanfang 2025: Mehr Rücksicht – weniger Tempo – mehr Helsinki wagen!

Franziska Riekewald

Mit dem Start des neuen Schuljahres bewegen sich wieder tausende Kinder in Leipzig täglich im Straßenverkehr. Neben dem eindringlichen Appell an alle Verkehrsteilnehmer, besonders im Umfeld von Schulen, Spielplätzen und Kitas besonders aufmerksam und rücksichtsvoll zu fahren, bedarf es jedoch auch weitere effektive Maßnahmen die Verkehrssicherheit in unserer Stadt zu erhöhen.

Besonders Kinder haben es im Straßenverkehr sehr schwer, da unsere gebaute Umwelt viel zu oft keine Rücksicht auf die Bedürfnisse unserer Jüngsten nimmt. Da wo Kinder selbstständig zur Schule gehen oder dort wo auch einmal ein Ball auf die Straße rollen kann, braucht es weniger Raserei und mehr Rücksicht auf Kinder und Jugendliche.

Dazu erklärt Franziska Riekewald, Sprecherin für Mobilität der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig: „Als Linksfraktion setzen wir uns seit langem insbesondere für geringere Geschwindigkeiten vor sensiblen Standorten ein. Bereits bei einer Reduktion der Geschwindigkeit von 50 auf 30 km/h halbiert sich der Bremsweg – das kann im Ernstfall den Unterschied zwischen einem Schreckmoment und einem schweren Unfall bedeuten.“

Ein Blick nach Europa zeigt, was möglich ist: Helsinki, mit rund 690.000 Einwohner, hatte im Jahr 2024 keinen einzigen verkehrsbedingten Todesfall zu verzeichnen – dank konsequenter Verkehrsberuhigung, sicherer Infrastruktur und einem starken Fokus auf schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren. In Leipzig mussten wir jedoch zehn tragische Verkehrstote im letzten Jahr verzeichnen. Auch die Anzahl der verletzen Personen klafft zwischen den beiden Städten enorm auseinander. Die Unfallforschung ist sich weltweit einig: Geringere Geschwindigkeiten im Straßenverkehr und Tempolimits sind die entscheiden Faktoren, ein sicheres Umfeld für alle Mensch zu gewährleisten.

 „Zum Schuljahresbeginn wollen wir keine frommen Wünsche, sondern echte Anstrengungen in die Infrastruktur in Leipzig. Wir fordern die Verwaltung noch einmal auf, hier die gesetzlichen Verpflichtungen ernst zu nehmen und zügig Temporeduzierungen an Schulwegen und Spielplätzen umzusetzen.  Der Verwaltung werden wir bei der Umsetzung konsequent auf die Finger schauen, sodass an den gefährlichsten Standorten hoffentlich noch dieses Jahr Schilder gesetzt werden.  Hinweise aus der Bürgerschaft nehmen wir auch gerne auf und geben diese an die entsprechenden Stellen im Rathaus weiter.“ - fasst Franziska Riekewald noch einmal zusammen.