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Mit der Straße des 18. Oktober auf der Alten Messe wird eine wichtige Verbindung zwischen Völkerschlachtdenkmal und Zentrum gestaltet

Siegfried Schlegel

zu LVZ und Bild v. 07.02.2012

Die Linksfraktion begrüßt die Absicht der Stadt, durch ihre Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft die Straße des 18. Oktober innerhalb der Alten Messe auf der ganzen Länge als begrünten urbanen Straßenraum zu gestalten. 

Trotzdem die Entwürfe der beiden Büros, die nun weiterentwickelt werden sollen, sehr unterschiedlich sind, lassen sie sich in eigenständig geplanten Abschnitten gut kombinieren und auch abschnittsweise realisieren. Bereits 2013 könnten erste Flächen gestaltet sein. Die Gestaltung ist die detaillierte Fortschreibung der Rahmenplanidee von Prof. Coersmeier von 1992. Sie formulierte neben der Vision eines integrierten innerstädtischen Stadtteils auch den Anspruch, dass sich bei der Neubaustrukturierung des über 100 ha großen Areals möglichst die historisch überkommenen Straßen- und Hallenstrukturen in den zukünftigen  Baugrenzen und Baulinien der neuen Quartiere widerspiegeln. Bereits 1973 gab es einen Entwicklungsplan, wonach die Achse Straße des 18. Oktober zum Bandzentrum mit Kongresszentrum am Deutschen Platz  und angelagerte Gastronomie-, Service- und Handelsbereichen gestaltet werden sollte.

Für das  Gesamtgelände stellte man sich vor, es analog zur Innenstadt in mehrere Bereiche zu teilen. Da dies mit den Ansiedlungen von HIT und Soccer World, PORTA und ggf. weiterer straßenbegleitender Bauten bereits geschieht, sind die Ideen überflüssig. Da es im Wettbewerb Aussagen zur Brückenbreite über die Eisenbahntrasse sowie Vorschläge zur städtebaulichen Einbindung der historischen Zugangsrampen gab, kann nunmehr auch das auf Antrag der Linksfraktion vom Stadtrat beschlossene Gutachterverfahren für den Brückenneubau vorbereitet werden. Mit der Neugestaltung der Freiraumachse der Straße des 18. Oktober auf der Alten Messe ist es möglich, Veranstaltungen vom Vorplatz des Völkerschlachtdenkmals zu verlagern und den Konflikt zwischen Großveranstaltungen und der Funktion als Mahnmal sowie der unmittelbaren Nachbarschaft zum Südfriedhof etwas aufzulösen. Aufgrund der wachsenden Nachfragenutzungen für Wissenschaft, Forschung, Gewerbe und nicht zentrumsrelevanten Handel kann auf Wohnungsbau auf der Alten Messe verzichtet werden. Dadurch werden im Kerngebiet kaum Konflikte entstehen.

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