Frieden schätzen, Menschlichkeit wahren
Am Freitag jährt sich das Ende des menschenverachtenden faschistischen Regimes in Deutschland und damit das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 81. Mal. Wir gedenken der mehr als 60 Millionen Menschen, die für eine grausame Ideologie ihr Leben lassen mussten.
Der 8. Mai ist nicht alleinig ein Tag des Gedenkens, sondern auch ein Tag der Mahnung und des aktiven Eintretens für Demokratie, Menschenwürde und Antifaschismus.
Dazu erklärt Franziska Riekewald, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig: „Dieser Tag steht im Schatten weiterhin andauernder Kriege. Unser Gedenken an den 8. Mai darf nie losgelöst sein von der Gegenwart: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit – er muss jeden Tag neu erkämpft werden.
Doch unsere Demokratie ist nicht allein von außen bedroht. Seit Jahren beobachten wir das Erstarken antidemokratischer Kräfte. Hass und Hetze gegen Minderheiten und die Relativierung der schrecklichen Verbrechen des Nationalsozialismus‘ werden mancherorts längst offen und ungeniert ausgesprochen. Dem stellen wir uns als Linke entschieden entgegen.“
Marco Götze, Stadtrat der Fraktion, ergänzt: „Das Ziel unserer Gesellschaft sollte die Friedenswilligkeit wie die Friedensfähigkeit und nicht die Kriegstüchtigkeit sein. Die Sonderschulden des neuerlichen Rüstungswahns werden die gesamte Gesellschaft, allen voran die Kommunen, langfristig leiden lassen. Verteidigungsarmeen sind vielleicht notwendig, angestrebte Großmachtrollen sind hingegen garantiert irrsinnig. Deutschlands sollte gerade wegen seiner Geschichte die vermittelnde Rolle des internationalen Austauschs präferieren. Auch hierbei kann Leipzig helfen und vorbildhaft sein.“
