BMW: Stammpersonal statt Leiharbeit!
Seitdem im Zuge der Umsetzung der Agenda 2010 durch die damalige rot-grüne Bundesregierung die Leiharbeit zu einer der Wunderwaffen zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gemacht wurde, schießt sie bundesweit in erschreckendem Maße ins Kraut. Stammbelegschaften werden ebenso abgebaut wie der Kündigungsschutz und andere Arbeitnehmerrechte.
Dass in der Leipziger Vorzeigeniederlassung des BMW-Konzerns inzwischen ein Drittel der Belegschaft Leiharbeiter sind, ist ein Skandal. Neun Jahre als Leiharbeiter sind neun Jahre zu viel. Wir unterstützen daher die Forderung des zuständigen Betriebsrates, den Anteil der Leiharbeiter an der Belegschaft zugunsten des Stammpersonals zurückzufahren. Die gestrige Niederlage des Betriebsrates vor dem Arbeitsgericht macht einmal mehr den dringenden politischen Handlungsbedarf sichtbar: Leiharbeit muss vor allem im Hinblick auf zeitliche Befristung und zulässige Höchstquoten in den Unternehmen begrenzt werden.
Gerade bei einem so wichtigen Unternehmen wie der BMW-Niederlassung ist die Eingrenzung der Leiharbeitsverhältnisse notwendig für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes in der Leipziger Region und darüber hinaus.
Die Fraktion DIE LINKE begrüßt die vom Betriebsrat angestrebte innerbetriebliche Lösung und fordert auch die Rathausspitze auf, diese Intention mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen.
