Wohnortnahe Dienstleistungen verbessern
Ich darf daran erinnern, dass es uns in Lindenau seit über sieben Jahren darum geht, den Versorgungsstand der dort lebenden Bürgerinnen und Bürger vorwiegend mit Waren des täglichen Bedarfs und wohnortnaher Dienstleistungen zu verbessern. Dem dienten alle bisherigen Aktivitäten und Diskussionen dieses Hauses und seiner Ausschüsse und der Verwaltung. Es war und ist unser erklärter Wille, dass die Einrichtung im C- Zentrum Lindenau größer sein sollte als die üblichen Märkte von ALDI oder Lidl mit ihren „prunkvollen“ Gebäudehüllen und preiswerter als Konsum und Edeka. Übrig blieb die Kaufland GmbH, die bereit ist, unsere wesentlichen Anforderungen zu erfüllen (die ich mir hier erspare, weil sie ja eben von BM zur Nedden ausgeführt wurden) und seitdem entstand eben deshalb eine umfangreiche Zusammenarbeit mit dieser Versorgungskette hinsichtlich der Einbeziehung einiger Häuser am Lindenauer Markt, dem Kauf der Grundstücke, der Verkehrsanbindung, der kontrollierten Parkmöglichkeiten, auch, das wollen wir nicht vergessen, für unser Sorgenkind, die Musikalische Komödie. Aus dieser Zusammenarbeit muss auch unsere Zuverlässigkeit gegenüber dem Investor abgeleitet werden. An anderer Stelle sei daran erinnert, dass es gerade diese Zuverlässigkeit in der Zusammenarbeit mit Investoren war und ist, die viele Arbeitsplätze entstehen ließ und lässt.
Ich darf sie daran erinnern, dass der Planungsausschuss seinerzeit bei einer vorgesehenen Fläche von 3750 m² mit 7 Ja-Stimmen und einer Enthaltung votierte. Dem folgte der Stadtrat mit dem Aufstel-lungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan im Janu-ar 2007 zum „Stadtteilzentrum Lindenauer Markt“ mehrheitlich, 36 Fürstimmen gehören auch zum jetzigen Stadtrat.
Im Frühjahr 2009, also genau vor einem Jahr, hat der Stadtrat den Stadtentwicklungsplan Zentren beschlossen. Dieser sieht für Lindenau ein C-Zentrum vor, das eine wohnortnahe, verkehrsver-meidende und vielfältige Versorgung der Bevölkerung bietet. Dieses Zentrum soll auch den Wildwuchs bei den Versorgungs-einrichtungen verhindern, vor allem im Bereich Lebensmittel und täglicher Bedarf.
Jetzt steht der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan zur Abstim-mung und plötzlich gibt es Widerstand, sowohl von Stadträten, die jenen STEP beschlossen haben, als auch von Bürgergruppen, wegen der Größe, wegen des Verkehrs und ü b e r h a u p t, jetzt nach 7 Jahren Diskussion. Und dabei hat sich in 7 Jahren keinerlei relevante Veränderung vollzogen, die die Ansiedlung von „Kaufland“ verbietet, im Gegenteil, es wohnen jetzt mehr Menschen in Lindenau, die an einer adäquaten Versorgung interessiert sind, als vor 7 Jahren. Von diesen Bürgerinnen und Bürgern sprechen die Initiativgruppen, wie die Neuantragsteller, überhaupt nicht. Wir Stadträte haben uns aber für das Wohlergehen und die Verbes-serung der Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger und für die Schaffung neuer Arbeitsplätze einzusetzen. Das sieht ein Teil meiner Fraktionskolleginnen und - kollegen ebenso und wird dem Beschlussantrag deshalb heute zustimmen. Den Ergänzungsantrag von Stadtrat Schlegel zur Verkehrslösung möchten wir zur Abstimmung stellen, er beinhaltet das Votum der Bürger, die hier wohnen.

