Lore Mallachow - ein Kind ihrer Zeit
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
verehrte Beigeordnete,
liebe Stadträt:innen der demokratischen Fraktionen,
verehrte Gäste auf der Tribüne oder im Livestream,
Lore-Mallachow-Straße. Lore Mallachow wurde 1894 geboren und starb 1973. Sie war das, was wir in der Bewertung über Menschen so oft sagen – auch ein Kind ihrer Zeit. Ihr Mann wurde mit Berufsverbot belegt. Sie selber konnte in der Zeit des Nationalsozialismus‘ von 1933 bis 1945 nicht publizieren. Daraus erwuchs eine zutiefst antifaschistische Haltung, die Lore Mallachow beispielsweise auch im antifaschistischen Frauenausschuss zur Geltung brachte.
Sie trat der SPD bei und bei der Vereinigung dann war sie weiterhin Mitglied der SED. Über ihr Wirken als Stadtverordnete in den 60er Jahren ist nichts bekannt – zumindest mir nicht.
Zu welchen Themen hat sie publiziert? Mallachow hat Frauenporträts geschrieben, Biografien über Schriftstellerinnen – ich nenne da die sicherlich unbedenklichen Namen (für die Seite da rechtsaußen) Bettina von Arnim, Annette von Droste-Hülshoff, Clara Zetkin (naja, hui!), Louise Otto-Peters, Albert Lortzing und auch über Robert Blum, zu dessen Ehren wir einen Preis hier haben.
Und am Schluss hat sie z. B. auch ein Jugendbuch geschrieben. Das hieß „Es war einmal – aus dem Leben der Brüder Grimm“. Insgesamt, wie gesagt, ein Kind ihrer Zeit mit schriftstellerischen Wirken, Erfolgen und die Namensgebung erfolgt völlig zu Recht.
Entscheidend ist auch, dass der Stadtbezirksbeirat Nordost dieser Namensbenennung zugestimmt hat und insofern bitte ich auch Sie um Ihre Zustimmung.

