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Knotenpunkt Augustusplatz entlasten

Jens Herrmann

Zunächst bedanke ich mich bei Herrn Berger dafür, das er die Problematik aufgegriffen und den Antrag eingebracht hat.
Wenn man sich die Situation am Augustusplatz anschaut,  muss man konstatieren, dass dort keine idealen Bedingungen herrschen. So halten z. B. die  Tatrawagen mit Niederflurbeiwagen, die insgesamt immerhin 45 Meter lang sind, immer dort, wo die Straße eben nicht erhöht ist. Das Ein- und Aussteigen mit dem Rollstuhl ist nur schwer möglich, eher ist eine Weiterfahrt mindestens bis zum Hauptbahnhof notwendig. Da kann man wohl kaum von Teilhabe mobilitätseingeschränkter Menschen am gesellschaftlichen Leben sprechen. Dabei ist die Haltestelle Augustusplatz eine der wichtigsten Zugänge zum ÖPNV im Stadtgebiet.
Immer wieder gibt es im Bereich des Augustusplatzes einen enormen Rückstau aufgrund der Zufahrt zur Tiefgarage Goethestraße. Eine andere Lösung wird man dort aber wahrscheinlich nicht hinbekommen. Zusammen mit Herrn Berger habe ich überlegt, was man tun kann.  Die Tiefgaragenzufahrt an der Oper ist offensichtlich wenig bekannt. Für einen Autofahrer, der von der Gerberstraße kommt, ist es doch egal, ob er durch die Goethestraße oder über den Georgiring fahren muss, um die Tiefgarage zu erreichen. Über diesen Vorschlag sollte mit dem Eigentümer der Tiefgarage diskutiert werden.
Damit könnte man den Knotenpunkt Augustusplatz entlasten. An dieser Stelle möchte ich noch einige Bemerkungen zum Zeithorizont machen. Mit den von Herrn zur Nedden vorgeschlagenen Terminverschiebungen habe ich schon ein Problem. Soweit mir bekannt ist, hat doch die Verwaltung seit langem an der Problematik gearbeitet. Es gibt durchaus bereits ein Verwaltungshandeln. Es gibt Meinungen vom Stadtplanungsamt, vom Verkehrs- und Tiefbauamt und von den Leipziger Verkehrsbetrieben.
Herr zur Nedden, Ihnen sollte doch bekannt sein, dass die Leipziger Verkehrsbetriebe noch in diesem Jahr die Kurve Augustusplatz/ Goethestraße bauen müssen. Und wenn diese Kurve in diesem Jahr gebaut wird, wäre es doch eine Katastrophe, wenn nicht klar ist, wie die Haltestelle aussehen soll. Deshalb bitte ich Sie dringend, die ersten Vorstellungen noch in diesem Quartal dem Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau vorzulegen. Ich bin davon überzeugt, das das machbar ist. Ich habe mit vielen Kollegen in der Verwaltung darüber gesprochen. 

Sehr geehrte Stadtratskollegen, der Antrag ist ein Prüfauftrag. Es geht nicht darum, hundertprozentig fertig ausgearbeitete Lösungsvorschläge vorzulegen, sondern es geht vielmehr darum, erste Überlegungen vorzustellen und in diesem Prozess auch die Bürger mitzunehmen.
Ich bitte Sie, dem Antrag zuzustimmen.

Redebeitrag zur Stadtratssitzung am 25.01.2012 zum Antrag A 159 „Verkehrssituation Augustusplatz"

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