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Heiterblick-Süd: Die Entwicklung eines Wohngebiets dieser Größe die einmalige Chance, Druck aus dem angespannten Leipziger Wohnungsmarkt zu nehmen

Dr. Elisa Gerbsch

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte der demokratischen Parteien,

im Planungsgebiet Heiterblick Süd soll ein durchmischtes Stadtquartier für 4000 Menschen entstehen. Das ist die größte Baulandentwicklung, die in den nächsten Jahren in Leipzig entstehen wird, realisiert durch die Beteiligungsunternehmen der Stadt. Laut Beschlussvorlage liegt der Schwerpunkt dabei „auf der dauerhaften Sicherung sozial geförderten Wohnungsbaus“.

Und tatsächlich bietet die Entwicklung eines Wohngebiets dieser Größe die einmalige Chance, Druck aus dem angespannten Leipziger Wohnungsmarkt zu nehmen. Es ist kein Geheimnis, dass vor allem das Angebot an verfügbarem bezahlbarem Wohnraum in Leipzig in keinem Verhältnis zu der großen Nachfrage steht. Eine Farce für die Stadt Leipzig, die in einem Ranking des Pro-Kopf-Einkommens von 400 Städten Platz 386 belegt!

Wenn wir nicht zügig eine große Zahl von Sozialwohnungen schaffen, kommen wir in eine Abwärtsspirale: Ohne zusätzliche Sozialwohnungen steigen die durchschnittlichen Angebotsmieten in Leipzig weiter. Dies wird wiederum bewirken, dass die Nachfrage nach geförderten Wohnungen noch weiter ansteigt.

Um diese Abwärtsspirale zu stoppen, fordern wir mit unserem Änderungsantrag nichts weniger und nichts mehr als den Anteil des entstehenden sozial geförderten Wohnraums auf 50 Prozent zu erhöhen.

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