Die städtischen Kulturbetriebe verkraften keine weiteren Kürzungen!
Sehr geehrter OBM, werte Bürgermeister*inne, liebe Stadträt*innen der demokrat. Fraktionen, liebe Gäste,
die Aufstellung der Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe Kultur für 2025 erwies sich als außerordentlich herausfordernd. Denn die Häuser sehen sich gewaltiger Kostensteigerungen ausgesetzt, das betrifft die Kosten für Energie genauso wie für Reinigung, Bewachung, Besucherdienst, IT und gestiegene Honorare, ganz zu schweigen von den Tarifsteigerungen, die erst mit Verzögerung von der Stadt ausgeglichen werden.
Die Eigenbetriebe Kultur müssen aber bei der Aufstellung ihrer Wirtschaftspläne im Rahmen der Finanzierungsvereinbarung bleiben, die wir für die Jahre 2023 bis 2026 beschlossen haben. Bei den gewaltigen Kostensteigerungen war das nur mit immensen Einsparungen innerhalb der Häuser möglich.
Insgesamt haben die fünf Eigenbetriebe fünf Millionen Euro eingespart, um die gestiegenen Ausgaben zu kompensieren. Das erfolgt mit Kürzungen beispielsweise in den Bereichen Marketing und Instandhaltung und leider auch in dem sehr wichtigen Bereich Vermittlung. Besonders hart hat es die Oper, das Gewandhaus und das Theater der Jungen Welt getroffen, die trotz der Einsparungen mit einem Jahresdefizit abschließen werden.
Das ist in 2025 noch machbar, da können die Eigenbetriebe die Defizite noch selbst ausgleichen, mittelfristig funktioniert das aber nicht mehr. Wir glauben nicht, dass die Eigenbetriebe diese Kürzungen ein zweites Mal, in den WP 2026 verkraften, ohne dass es große Einbußen im künstlerischen Programm geben wird.
Wir werden den Wirtschaftsplänen für das Jahr 2025 noch einmal zustimmen. Aber wir müssen uns nächstes Jahr genau anschauen, wie sich die Situation entwickelt und eventuell nachzusteuern. Spätestens die nächste Finanzierungsvereinbarung ab 2027 muss dringend Abhilfe schaffen.
Vielen Dank

