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Bedingungen für Förderschüler verbessern!

Margitta Hollick

Der Schulentwicklungsplan für Förderschulen stellt uns andere Aufgaben als die Pläne für die Entwicklung der Grundschulen, Mittelschulen und Gymnasien. 16 Förderschulen sind in kommunaler Trägerschaft, drei Schulen in freier und die Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige in Trägerschaft des Landes Sachsen. Sie alle gehören zu unserer städtischen Schullandschaft.

Der Schulentwicklungsplan für Förderschulen stellt uns andere Aufgaben als die Pläne für die Entwicklung der Grundschulen, Mittelschulen und Gymnasien. 16 Förderschulen sind in kommunaler Trägerschaft, drei Schulen in freier und die Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige in Trägerschaft des Landes Sachsen. Sie alle gehören zu unserer städtischen Schullandschaft.
Für etwa 3 000 Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen ist es das Wichtigste, die Lern- und Lebensbedingungen zu verbessern. Wir als Stadträte sind für sie eine wichtige Lobby.Die Bedingungen für die Förderschule für Blinde und Sehschwache haben sich deutlich verbessert. Der Umzug der Klinik und Krankenhausschule „Dr.Georg Sacke“ in das Parkkrankenhaus Leipzig Südost bringt fast optimale Bedingungen. Die Förderschule für Lernbehinderte „Fritz Gietzelt“ wird im nächsten Schuljahr in den Kantatenweg umziehen und nach Rekonstruktion auch gute Bedingungen vorfinden,ebenso wie die Zinna-Schule mit ihrem Umzug in die 8. Mittelschule.
Wichtig ist auch das Bekenntnis der Stadt, die Sanierungen in der Sprachheilschule am jetzigen Standort voranzubringen. Der Beschluss zur Sanierung sollte 2003 unbedingt eingeordnet werden, da auch in dieser Förderschulform nicht mit einem Rückgang der Anzahl der Schüler gerechnet werden kann. Uns, den Stadträten, liegt bereits ein Zwischenbericht zum Maßnahmekatalog Früherkennung/ Frühförderung vor, der diese Entwicklung deutlich macht.

Wo sind wir nicht zufrieden mit der Einstellung der Verwaltung?Im Anliegen der Planung geht die Verwaltung davon aus, dass die Schülerzahl in den Förderschulen stark rückläufig ist. Das ist ein Trugschluss und der geht eindeutig bereits aus der Information des Gesundheitsamtes zur Früherkennung und Frühförderung hervor.
Die Gespräche mit Schulleitern, Vertretern der Lehrer- und Elternkonferenzen vor allem der Lernförderschulen, in denen ja ca. 1570 Schülerinnen und Schüler lernen, machen auf ein verändertes Verhalten aufmerksam. Wir haben in diesen Förderschulen einen über proportionalen Anstieg der Schülerinnen und Schüler ab Klasse 4. Dem sollten wir unter zwei Gesichtspunkten gerecht werden.

1. Keine Schließungen bei Förderschulen für Lernbehinderte

2. Beachtung der Besonderheiten bei der weiteren Gestaltung dieser Schulen (Größe, Lage, Bestellung von Schulsozialarbeitern, Ausgestaltung als Ganztagsschule)

Deshalb schließen wir uns auch nicht der beabsichtigten Schließung der Förderschule Engelsdorf an. Die PDS-Fraktion unterstützt die Schulkonferenz und den Ortschaftsrat Engelsdorf, diese Schule als angegliederten Schulteil oder Außenstelle der Förderschule für Lernbehinderte „Adolf Diesterweg“ weiter zu betreiben. Die Förderschule Engelsdorf wurde mit 5,6 Mio. DM saniert, davon 75 % aus Fördermitteln mit der Verpflichtung sie weitere 25 Jahre als Schule zu betreiben.
Übrigens, die Kommunalen Planungsgrundsätze der Stadt wie auf Seite 9 der Planung beschrieben „ zumutbare Erreichbarkeit der Förderschulen mit dem ÖPNV“, wäre dann auch für die Förderschüler aus Holzhausen, Liebertwolkwitz, Kleinpösna gegeben, die nicht mindestens zweimal umsteigen müssten. Uns ist bewusst, dass das nur wenige Schülerinnen und Schüler sind, aber wir können auch diesen wenigen Förderschülern nicht zumuten, was wir von Gymnasiasten nicht erwarten.
Die Förderschule „Adolf Diesterweg“ hat in ihrer schriftlichen Stellungnahme und der mündlichen Anhörung im Fachausschuss deutlich gemacht, warum sie nicht in die Felix-Klein-Schule umziehen möchte.Die Verwaltung bleibt stur bei ihrem Vorschlag.Anforderungen an Förderschulen, die als Ganztagsschulen betrieben werden sollten, sind andere als an Gymnasien. Wir sollten den Vorschlag weitere Gestaltung der Diesterweg-Schule am jetzigen Standort mit angegliederten Schulteil Engelsdorf mit den Vertretern der Schule weiter diskutieren zum Wohle der Kinder, die diese Schulen besuchen. Der noch fehlende Bauabschnitt in Engelsdorf für einen Werkraum, Arbeitslehrekabinett dürfte auf jeden Fall kostengünstiger sein als der Umbau eines Gymnasiums zur Förderschule.

Wir machen noch auf ein weiteres Problem aufmerksam:Inzwischen befinden sich sechs Förderschulen in Leipzig - Grünau. Das widerspricht dem ersten Planungsgrundsatz eines territorialen ausgewogenen Schulangebotes und sollte bei der weiteren Veränderung des Schulnetzes beachtet werden.

Offen ist ja noch ein Standort für die Grundschule für Erziehungshilfe ab 2004, der nicht in Grünau sein sollte.Die PDS- Fraktion unterstützt die Verwaltung bei ihrer Aufgabe die Bedingungen für Förderschüler zu verbessern, fordert aber die eigenen Planansätze mehr zum Maßstab des Handelns zu machen.

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