A 10333 25/26 Präventionsarbeit auf stabile Füße stellen - Förderung von Suchtpräventionsarbeit

Fraktion DIE LINKE

Beschlussvorschlag

Zur Sicherung einer guten und zeitgemäßen Suchtpräventionsarbeit werden die Zuwendungen für

- die Jugenddrogenberatungsstelle K(L)ICK der Diakonie mit Zielgruppe junger Menschen im Jahr 2025 um 21.250 EUR (Finanzierung Personalstelle ab Oktober) und im Jahr 2026 um 85.000 EUR (ganzjährige Finanzierung Personalstelle) und

- das Suchtzentrum Leipzig zur Erweiterung der digitalen Beratungsprojekte „Quit the shit“ und „Digisucht“ mit Zielgruppe junger Erwachsener um 50.000 EUR pro Jahr erhöht.

Die Herausforderungen im Bereich Sucht/ Abhängigkeit wachsen. Die Leipziger Jugendstudie 2023 brachte zutage, dass Tabak und Alkohol unter Minderjährigen und Cannabis unter jungen Volljährigen stark konsumiert werden. Im Vergleich zu den Vorgängerstudien sind die Werte sogar sprunghaft gestiegen. Die Stadt Leipzig verfügt über ein gut aufgestelltes Netz der Sucht-Prävention und Hilfestrukturen. Nichts desto trotz muss konstatiert werden, dass Angebote für junge Menschen verstärkt auch andere Vermittlungsformen brauchen. Im Zuge der Entkriminalisierung von Cannabis wurden zwar neue Regeln geschaffen, der Bund hat die Kommunen allerdings bei der Umsetzung und Flankierung finanziell weitestgehend alleine gelassen.

Die beantragten Erhöhungen wurden im AK Suchtprävention und im Drogenbeirat diskutiert und befürwortet, wurden aber bei der Haushaltsaufstellung nicht berücksichtigt.