A 0199/22 Sanierung des Projektes "Bandhaus 2.0"
Für die Sanierung des Projektes "Bandhaus 2.0" in der Saarländer Str. 7 werden im Doppelhaushalt 2021/2022 für das Jahr 2022 300.000 Euro Planungsmittel bereitgestellt sowie eine Verpflichtungsermächtigung für das Jahr 2023 über eine Höhe von 800.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen aufgenommen.
Begründung:
Der Bandcommunity Leipzig e. V. ist seit Jahren ein durch das Kulturamt der Stadt Leipzig institutionell geförderter Träger der freien Szene. Im Rahmen seiner Arbeit stellt er in den von ihm angemieteten Räumen in der Saarländer Str. 17 Leipziger Bands Proberäume zur Verfügung. Der Bandcommunity Leipzig e. V. ist jedoch nur Mieter einiger Räume, andere Räume in dem Gebäude werden an Dritte als Büros vermietet. Dadurch können die Bands werktags erst ab 17:00 Uhr ihre Proberäume nutzen. Um diese Situation zu entschärfen, vermietet das Kulturamt der Stadt Leipzig dem Bandcommunity Leipzig e. V. seit dem 1. Mai 2016 das Gebäude in der Saarländer Str. 7, das sogenannte "Bandhaus 2.0". Kurze Zeit später wurde das Dach abgedichtet und im Jahr 2018 der Heizkessel erneuert. Seit dieser Zeit können im Erdgeschoss 10 Proberäume von ca. 20 Bands genutzt werden. Doppel- und Dreifachnutzung von Proberäumen ist in Leipzig aufgrund fehlender Kapazitäten die Regel, nicht die Ausnahme! Weiterhin ungenutzt sind der Keller und das Obergeschoss. Dort sollen 7 bzw. 15 neue Proberäume entstehen, zusammen also ca. 22 neue Räume zur künstlerischen Entfaltung, die wiederum dann von 40 bis 50 Leipziger Bands genutzt werden können. Dazu ist jedoch der Einbau von entsprechenden Brandschutzvorrichtungen sowie die Sanierung des Gebäudes erforderlich! Die Sanierung beträfe unter anderem das Dach, die Elektrik im Haus sowie die Fenster. Das "Bandhaus 2.0" ist weiterhin eine städtische Immobilie. Eine verzögerte Sanierung dieser Immobilie würde sowohl den Verfall der Bausubstanz als auch fehlende Einnahmen durch Vermietung bedeuten. Aus kultureller Sicht würde sich die Proberaumsituation in Leipzig weiter zuspitzen, Leidtragende wären vor allem junge Künstlerinnen und Künstler aus Leipzig.
