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A 0189/21/22 Stärkung der Opferberatungsstelle der RAA Leipzig e. V.

SR J. Nagel, SR W. Rambow

Das Personalstellenbudget der Opferberatungsstelle wird von 1,25 auf 2,25 VzÄ erhöht. Dafür werden die Budgets zur Förderung freier Träger in den jeweiligen Ämtern um 56.050 EUR in 2021 und um 57.950 EUR in 2022 erhöht. Die Stelle wird anteilig vom Amt für Jugend und Familie (60 %), dem Sozialamt (30 %) und Eigenmitteln (10 %) finanziert.

Begründung:
Die Opferberatungsstelle des RAA e. V. Leipzig ist ein fest in der Beratungslandschaft verankertes Angebot, das vor allem auf Unterstützung in Fällen rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt und Diskriminierung spezialisiert ist. Zunehmend sind aber auch Ratsuchende aufgrund von häuslicher Gewalt, interkultureller und interreligiöser Konflikte zu verzeichnen. Neben der originären Beratung von Betroffenen und ihrer sozialen Umfelder gehören auch die Schulung von Multiplikator*innen aus der Jugendhilfe, Behörden und Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und die präventive bzw. Projektarbeit zum Leistungsspektrum der Opferberatung. Die Opferberatung zeichnet in der Beratungslandschaft der Stadt ein Alleinstellungsmerkmal aus, es gibt keine vergleichbare Einrichtung, die diese Leistung spezialisiert und mit der erforderlichen Expertise und über diese niedrigschwelligen Zugangswege erbringt.

Der Bedarf an Beratungen ist hoch und steigt kontinuierlich. Es muss mit Wartelisten gearbeitet, lediglich Krisen und Hochgefährdungslagen können bearbeitet werden. Eine Stellenaufstockung ist mehr als überfällig.

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