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A 0141 Stabilisierung und Stärkung der Angebote der ambulanten Suchthilfe bei den von der Stadt Leipzig beauftragten Trägern

Fraktion DIE LINKE

1. Die Fachkraftstellen der folgenden Suchtpräventionsprojekte werden aufgestockt: 

  • SZL Suchtzentrum gGmbH – DRUG SCOUTS: + 0,5 VzÄ 
  • Diakonisches Werk/Innere Mission Leipzig e.V. – „Drahtseil“: + 1,0 VzÄ 
  • Zentrum für Drogenhilfe des Eigenbetriebes Städtisches Klinikum „St. Georg“ Leipzig - „Wandelhalle Sucht“ bei der SBB „Regenbogen“: + 1,0 VzÄ 

Zur medialen Aufbereitung für das Projekt „Wandelhalle Sucht“ in der SBB „Regenbogen werden 10.000 € bereitgestellt.  

2. Die Fachkraftstellen in der Straßensozialarbeit für Erwachsene werden erhöht: 

  • SZL Suchtzentrum gGmbH – Team „Safe“: + 1,0 VzÄ 
  • Zentrum für Drogenhilfe des Eigenbetriebes Städtisches Klinikum „St. Georg“ Leipzig - Streetwork in der "Alternative I": Aufstockung der vorhandenen 2,6 VzÄ auf 3,0 VzÄ 

Begründung: 

Die hoheitliche Aufgabe der ambulanten Suchthilfe wird in Leipzig von drei Trägern im Auftrag des Gesundheitsamtes der Stadt Leipzig wahrgenommen. Es sind diese die SZL Suchtzentrum gGmbH, das Diakonische Werk/Innere Mission Leipzig e. V. und das Zentrum für Drogenhilfe des Eigenbetriebes Städtisches Klinikum „St. Georg“ Leipzig.

Sowohl im Bereich der Suchtprävention als auch bei der aufsuchenden Straßensozialarbeit sind die vorhandenen Personalkapazitäten ausgeschöpft, wie dem aktuellen Suchtbericht der Stadt Leipzig zu entnehmen ist. Die Auslastung der Suchtpräventionsprojekte ist hoch. Neue Anfragen können schon geraume Zeit nicht mehr bedient werden. 

Die erfolgreiche Arbeit der Jugendprojekte bei „Drahtseil“ bzw. DRUG SCOUTS sollen nachhaltig gestärkt werden. „Drahtseil“ ist inzwischen als Projekt des Diakonischen Werk/Innere Mission Leipzig e. V. zum Teil in die Finanzierung des Gesundheitsamtes gewechselt. Die „Wandelhalle Sucht“ bei der SBB „Regenbogen“ des Zentrums für Drogenhilfe des Eigenbetriebes Städtisches Klinikum „St. Georg“ Leipzig erhält bisher keine Personalförderung durch die Stadt Leipzig. Es wird bisher von Ehrenamtlichen aus dem Netzwerk der Selbsthilfeaktivitäten „SUCHT“ der SBB „Regenbogen“ koordiniert und durchgeführt. Durch die Schaffung einer Fachkraftstelle wird die Suchtpräventionsarbeit in diesem Projekt professionell stabilisiert und nachhaltig in ihrer Reichweite, insbesondere für die Schulen der Stadt Leipzig gestärkt.  

Zunehmende Gewaltbereitschaft und unkalkulierbares psychotisches Verhalten von Klienten erzeugt insbesondere bei der aufsuchenden Straßensozialarbeit einen höheren Personalbedarf.  

Es ist nicht mehr zu verantworten, eine Fachkraft allein Streetwork leisten zu lassen. Das Team „Safe“ der SZL Suchtzentrum gGmbH mit Schwerpunkt „Alkohol“ soll deshalb um eine Fachkraftstelle erhöht werden. Der seit Jahren sehr erfolgreiche Einsatz der Streetworker der "Alternative I" des Zentrums für Drogenhilfe des Eigenbetriebes Städtisches Klinikum „St. Georg“ Leipzig mit Schwerpunkt „illegale Drogen“ soll künftig mit 3 Vollzeitkräften wahrgenommen werden können.  

Die Auslastung wird in der wachsenden Stadt noch steigen, doch mit der Novellierung der Richtlinie Sucht und Psychiatrie setzt der Freistaat andere Schwerpunkte. Folglich sehen wir die Notwendigkeit, Mehrbedarfe ernst zu nehmen und zu handeln. In Leipzig braucht es eine kontinuierliche, aufeinander aufbauende, nachhaltig gestärkte, multidimensionale Suchtprävention und krisenfeste Straßensozialarbeit, so wie es das Konzept der Leipziger Sucht- und Drogenpolitik 2014 - 2019 ausweist.

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