49 Sicherung einer hohen Qualität in den Kindertagesstätten
Antragsteller:
DIE LINKE. Fraktion
Beschlussvorschlag:
Der Oberbürgermeister wird beauftragt:
1. Von den durch die Einführung des für die Eltern beitragsfreien Vorschuljahres in der Kommune eingesparten Mitteln zur Qualitätssicherung und -erhöhung in den Kindertagesstätten (1 Mio. Euro) einzusetzen.
Folgende Ziele sind damit zu realisieren:
- Durch eine verbesserte Personalausstattung ist ein günstigeres Betreuungsverhältnis zu erreichen.
- Den Erzieherinnen und Erziehern ist Vor- und
Nachbereitungszeit zu gewähren.
- Es erfolgt ein quantitativer Ausbau der Fachberatung.
Eine entsprechende konzeptionelle Untersetzung der Maßnahmen ist dem Stadtrat spätestens im 2. Quartal 2009 vorzulegen.
2. Sich gegenüber der Staatsregierung dafür einzusetzen, den Personalschlüssel im Sinne eines verbesserten Betreuungsverhältnisses abzusenken. Dabei sind sowohl Fehlzeiten der pädagogischen Fachkräfte, Vor- und Nachbereitungszeiten sowie Leitungskapazitäten für die Leiterinnen zu berücksichtigen.
Begründung:
Entsprechend § 2 SächsKitaG „erfüllen Kindertageseinrichtungen einen eigenständigen alters- und entwicklungsspezifischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag im Rahmen einer auf die Förderung der Persönlichkeit des Kindes orientierten Gesamtkonzeption“. Damit wurde ein hoher pädagogischer Anspruch formuliert. Die Erzieherinnen und Erzieher haben sich in einer beispiellosen Fortbildungsoffensive auf den Weg gemacht, um dem gerecht zu werden. Sie stoßen bei der Umsetzung allerdings immer wieder an Grenzen, weil die Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit nicht den höheren Anforderungen angepasst wurden. Die Gruppen sind zu groß, kinderdienstfreie Zeiten zur Vor- und Nachbereitung für die Beobachtung und Dokumentation der Arbeit mit den Kindern stehen nicht oder nicht genügend zur Verfügung und die Fachberatungskapazitäten reichen bei Weitem nicht aus, um die Einrichtungen in der pädagogischen Praxis zu beraten und zu unterstützen. Soll die Qualität in den Kindertagesstätten erhöht werden, dann müssen die Rahmenbedingungen dringlichst verbessert werden. Die ursprüngliche Absicht der Landesregierung, den Personalschlüssel zugunsten eines günstigeren Betreuungsverhältnisses zu verbessern, wurde leider aufgegeben. Die Personalsituation wird sich also nicht verbessern. Deshalb sollte die Stadt auch als Träger von Kindertagesstätten an das Land herantreten, um noch einmal die Notwendigkeit eines verbesserten Personalschlüssels zu erläutern und auch einzufordern. Mögliche Deckungsquelle:Einsparung des städtischen Haushaltes und Zuschüsse des Landes entsprechend Doppelhaushalt 2009/2010 des Freistaates Sachsen (Einführung des beitragsfreien Vorschuljahres)
Aktueller Stand:
in Bearbeitung
