48 Einstellung von Mitteln für den Einbau einer Notbeleuchtung im Naturkundemuseum
Antragsteller:
DIE LINKE. Fraktion
Beschlussvorschlag:
Für die Installation der Notbeleuchtung im Naturkundemuseum werden 50.000,- € in den Haushalt der Stadt eingestellt.
Begründung:
Seit Ende 2006 muss das Naturkundemuseum aufgrund behördlicher Auflagen - fehlende Notbeleuchtung der Treppenhäuser und damit eine unzureichende Ausleuchtung der Ret-tungswege - mit Einbruch der Dunkelheit schließen. Damit gehen dem Museum wichtige Ein-nahmen und Besuchersympathien verloren. Die bisher durch das Kulturamt veranlassten Maßnahmen sind völlig unzureichend und in keiner Weise zielführend bzw. nachhaltig.
In der Leipziger Museumslandschaft wird das Naturkundemuseum seit Jahren als Stiefkind der Museumseinrichtungen behandelt. Das Haus wurde zwar äußerlich saniert, entspricht aber im Inneren keinesfalls einem modernen, seinem Bildungsauftrag gerecht werdenden Ausstellungshaus. So ist es u. a. nicht möglich, die weltweit einzigartigen Sammlungsbestände, welche das große Potenzial des Hauses ausmachen, angemessen zu präsentieren. Am 5. Dezember 2008 wurde das Konzept zur Neugestaltung des Naturkundemuseums als reines Ausstellungshaus im Fachausschuss Kultur vorgestellt. Der Fachbeirat und die Arbeitsgemeinschaft des Naturkundemuseums stellten dabei ein tragfähiges Konzept zur inhaltlichen Neuausrichtung des Hauses vor, welches den Vergleich mit anderen Häusern im Bundesgebiet nicht zu scheuen braucht. Damit wurde der Grundstein für die längst anstehende innere Sanierung gelegt.In Anbetracht der erheblichen Sanierungsausgaben für andere Kultureinrichtungen der Stadt, wie z. B. die Oper, den Zoo oder das GRASSI-Museum, erscheint es unverständlich, warum dem Naturkundemuseum seit Jahren keine angemessene Bedeutung beigemessen wird.
Den jahrelangen, intensiven Bemühungen des Naturkundemuseums, seiner Förderer und Unterstützer sollten nun auch erste konkrete Schritte durch die Stadtverwaltung folgen. Der Einbau der fehlenden Notbeleuchtung kann aus technischer Sicht so erfolgen, dass diese auch nach der erfolgten Sanierung des Hauses weiter verwendet werden kann.
Mögliche Deckungsquelle:Überführung des Ausgaberestes aus 2008 in 2009(s. UA 300, HH-Stelle: 940/013/8; in 2008 waren für Sanierungsmaßnahmen 83.000,- Euro für das Naturkundemuseum eingestellt, die nicht abgerufen werden konnten)
Aktueller Stand:
in Bearbeitung
