Stadtspitze ist „fertsch“ mit dem Naturkundemuseum
LVZ v. 7.11.2014 „Naturkundemuseum bleibt am Goerdelerring: Umzug in den Bowlingtreff ist vom Tisch“
Aus den Verlautbarungen in der LVZ kann Siegfried Schlegel, Sprecher für Stadtentwicklung und Stadtrat aus dem Wahlkreis Mitte, nur entnehmen, dass die Bürgermeisterrunde mit OBM Jung an der Spitze endlich „fertsch“ ist mit dem Naturkundemuseum. Gemäß Stadtratsbeschlüssen sollten Variantenuntersuchungen fortgeführt werden, wie ein modernes Naturkundemuseum mit zeitgemäßem Konzept entwickelt werden kann.
In der engeren Bewertung befand sich neben dem bisherigen Standort am Goerdelerring auch das ehemalige Bowlingzentrum auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Jeder, der mit Bauen zu tun hat, weiß, dass vor der Bauplanung die Nutzung klar sein muss. Die Besetzung des Direktorenpostens des Naturkundemuseum ist überfällig, damit dieser an der Erarbeitung der inhaltlichen Ausrichtung und des Museumskonzepts beteiligt werden kann.
Nunmehr soll ein Bau entstehen, in dem man dann das Naturkundemuseum irgendwie unterbringt. Über die Depots wird auch irgendwie und irgendwann nachgedacht. Jetziges Museum und Bowlingtreff sind beides städtische Immobilien in bester innerstädtischer Lage, für die attraktive Nutzungen gefunden werden müssen und die baulich zu ertüchtigen sind. Warum musste das Naturkundemuseum dann erst geschlossen werden? - Brandschutzmaßnahmen hätten auch abschnittweise im vorhandenen Gebäude umgesetzt werden können.
Bevor irgendwelche Entscheidungen getroffen und etwas vom Tisch geschoben wird, ist erneut der Stadtrat zu beteiligen, der die endgültige Entscheidung treffen wird. Auch wenn nicht wenige Leipziger, darunter Freunde und Förderer, das bisherige Gebäude bevorzugen, so eint alle Interessierten, dass ein modernes Naturkundemuseum entstehen soll, das mit zeitgemäßer Präsentation auch neugierig machen darf.
