Soziokulturelle Strategie für Grünau? Fehlanzeige!
Bereits am 1. Dezember 2014 verwies die Fraktion DIE LINKE auf die gefährliche Vermischung mehrerer soziokultureller Baustellen in Leipzig.
Die Situation hat sich seitdem nicht verändert, sondern eher verschärft.
Es fehlt ein soziokulturelles Konzept für den Stadtteil Grünau, das sich am ebenfalls ausstehenden integrierten Stadtteilkonzept orientierten sollte. Seit Monaten arbeitet man in der Verwaltung an einem Betreiberkonzept für den Offenen Treff Völkerfreundschaft, an einem Plan für das Bildungszentrum Grünau mit Stadtbibliothek und VHS –bislang ohne Ergebnis, zumindest ist keines davon öffentlich. Unterdessen wird offenkundig versucht, das Grünauer KOMM-Haus per Dauer-Evaluation ausbluten zu lassen und seit dem Sommer gibt es keinen Betreiber des Gohliser Buddehauses. Das sind eine Menge Lücken und Leerstellen. Und die drohen jetzt gefährlich miteinander vermengt zu werden.
Die Fraktion DIE LINKE erneuert ihre Forderung nach einer zeitnahen integrierten und nachhaltigen Lösung für die Soziokultur in Grünau, die auf die sich verändernden soziodemographischen Bedingungen in diesem Stadtteil zugeschnitten ist und alle Partner auf Augenhöhe einbezieht. Dazu gehört auch eine ämterübergreifende Zusammenarbeit, die diesen Namen verdient und nicht darin mündet, sich wechselseitig Kosten zuschieben zu wollen.
Die Fraktion DIE LINKE hat vor diesem Hintergrund eine Anfrage für die Ratsversammlung im Januar eingereicht.
