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Kitas braucht die Stadt, wo sie benötigt werden

Siegfried Schlegel

Anfrage der Fraktion DIE LINKE zur Ratsversammlung am 10. Dezember

Neue Kitas und Schulen werden nicht nur durch den stetigen Geburtenanstieg, sondern auch durch Zuzug von Familien mit Kindern erforderlich. So wie Grundschulen wohnungsnah vorhanden sein müssen, sollen auch Kitas für Eltern gut mit dem Arbeitsweg kombinierbar und der Weg nicht zu weit für die Kinder sein. Auf Grund der zahlreichen großen Gründerzeitwohnungen sowie den differenzierten Wohnungsgrößen aus DDR-Zeiten und vor allem dem Wohnungsneubau der letzten Jahre gibt es im Musikviertel sowie im ganzen Ortsteil Zentrum-Süd einen erheblichen Mehrbedarf an Kita-Plätzen. Da sich in den zentrumsnahen Quartieren zahlreiche kleinere Kitas in mehrgeschossigen Wohngebäuden befanden, wurden diese in den 1990-er  Jahren als erste geschlossen. Zu beachten sind auch die zahlreichen Arbeitsplätze im Musikviertel und dass es bisher im angrenzenden Stadtzentrum keine Kindertagesstätte gibt. Seit 2012 steht deshalb auch das Quartier Haydn-, Grassi- und Ferdinand-Rhode-Straße für einen Kita-Standort im Focus. Dieses liegt zentral und es gibt zahlreiche städtische und LWB-Grundstücke. Die Fraktion DIE LINKE   setzt sich deshalb für eine unverzüglichen Erwerb von unverschatteten Grundstücken mit Südlage im Innenhof des Quartiers durch Grundstückstausch mit zwei Eckgrundstücken an der nördlich gelegenen Haydnstraße beidseits des Standortes für den Kita-Neubau ein, um zeitnah mit dem Kita-Bau zu beginnen zu können. Der Grundstückseigentümer der Innenhofgrundstücke ist zu einem Tausch gegen die beiden Eckgrundstücke an der Haydnstraße bereit.  

Mit einer Anfrage macht deshalb die Fraktion DIE LINKE Druck, um noch im Dezember 2014! eine Beschlussfassung des Grundstücksverkehrsausschusses zum Grundstückstausch zu erreichen.  Kurzfristig sollte dann Anfang 2015 die Planung für eine Kita mit rund 100 Plätzen durchgeführt werden, um dann schnell mit dem Bau beginnen zu können. Maßstab könnten die beiden in diesem Jahr gebauten Einrichtungen Bornaische Straße 184 und Gohliser Straße 5 sein. Kitas brauchen die Eltern wohnortnah, auch wenn die Standorte selbst mit Herausforderungen verbunden sind. 

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