Jeder hat das Recht auf eine Wohnung
zum Friedensgebet am 17. November in der Nikolaikirche
Wohnen ist ein Menschenrecht, und zugleich ist die Verhinderung von Wohnungslosigkeit eine kommunale Pflichtaufgabe. Dafür engagieren sich seit Jahren Frau Cordula Rosch für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Stadtrat Siegfried Schlegel für die Fraktion DIE LINKE neben den Vertretern von Trägern der Wohnungslosenhilfe. Dazu gehören Frau Gerit Schleusener vom Tagestreff Oase und Teekeller Quelle, Frau Alexandra Schwander von der Johanniter Wohngruppe für junge Männer, Frau Blanka Schuchardt vom Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen des Advent-Wohlfahrtswerkes und Herr Rolf Knepper vom Wohn- und Nachbarschaftsprojekt "Funke" beim Blauen Kreuz des Diakonischen Werkes. Weiter arbeiten auch Herr Carlo Arena von der Bahnhofsmission Leipzig, Frau Barbara Enkel für das ambulant betreute Wohnen des Caritasverbandes Leipzig sowie Frau Claudia Keller (AK Reso e. V.) mit. Die Arbeitsgruppe widerspiegelt die ganze Breite der Wohnungslosenhilfe. Es werden Erfahrungen ausgetauscht und Aktivitäten koordiniert.
Neben Aktionen in Stadträumen gestaltet die AG einmal jährlich im Herbst ein Friedensgebet in der Nikolaikirche zusammen mit Pfarrer Stief und Kantor Wolf von der gastgebenden Nikolaigemeinde sowie Pfarrerin Siebert von der Michaelisgemeinde. Ging es in zurückliegenden Jahren um Themen wie Stigmatisierung von sozial Benachteiligten oder um Gewalt gegen Obdachlose, widmete sich das diesjährige Friedensgebet am 17. November den psychisch kranken und auffälligen Menschen, die nicht selten von Wohnungsverlust bedroht sind, weil sie mit der selbstständigen Meisterung ihres Lebens Probleme haben. Der städtische Psychiatriekoordinator, Herr Thomas Seyde, informierte darüber, wo Betroffene Unterstützung erfahren, wie Mitmenschen helfen können und über die vielfältigen krankheits- und gesellschaftsbedingten Ursachen.
Stets muss es Ziel sein, Betroffenen schon vor dem Verlust ihrer Wohnung ambulant zu helfen und sie bei der selbstbestimmten Organisation des Wohnens zu unterstützen. Odachlosenheime dürfen nur die letzte Hilfe sein, damit Betroffene ihre „dritte Haut“ behalten. Den in der Wohnungslosenhilfe tätigen Menschen gebührt deshalb großer Respekt der ganzen Stadtgesellschaft.
