Für das Schönefelder Gymnasium eine Brücke schlagen
„Tue der Stadt Bestes“ - darauf wurden die neuen Stadträte am 18. Dezember vom Oberbürgermeister in der konstituierenden Stadtratssitzung, aber auch von Pfarrer Giele und Pfarrer Stief in der Nikolaikirche eingeschworen. Das trifft auch auf die Bedingungen für die Schülerinnen und Schüler des künftigen Schönefelder Gymnasiums ebenso zu wie auf die Friedhofsnutzung.
Dem Hick-Hack um eine Fußgängerbrücke zwischen den Schulgebäuden auf dem Standort des in der Sanierung befindlichen Gymnasiums in Schönefeld überdrüssig schlagen Steffen Wehmann, Stadtrat im Wahlkreis Nordost und Siegfried Schlegel, Sprecher für Stadtentwicklung und Bau vor, dass der neu konstituierte Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau bereits im Januar einen Ortstermin zusammen mit den zuständigen Ämtern der Verwaltung, der Denkmalbehörde und der Bildungsagentur durchführt. In den letzten Ausschusssitzungen des Fachausschusses Stadtentwicklung und Bau, wo mehrfach das Thema aufgerufen wurde, ergab sich, dass bisher zwar „viel gesummt wurde, aber kein Honig fliest“. Dabei gibt es bereits einen Stadtratsbeschluss zur Schulsanierung mit einem Fußgängerbrückenneubau. In einem solchen eng begrenzten Stadtraum, in dem zeitgleich emotional höchst unterschiedliche Nutzungen stattfinden, sollten Lösungen gefunden werden, um eine Entflechtung zwischen Schulbetrieb und Zugang zu Trauerveranstaltungen auf dem Friedhof zu erreichen.
Bei dem anzuberaumenden Ortstermin mit den beteiligten Ämtern und Behörden sollte die Denkmalpflege erläutern, warum eine solche schon aus funktionalen Gründen zurückgesetzte und aus Witterungs- und Schallschutzgründen verglaste Brücke gestalterisch nicht vorstellbar sein soll. Es gibt zahlreiche weltweit berühmten Gebäude, welche funktional bedingt An- oder Ergänzungsbauten erhalten haben, ohne dass dies stört. Ein transparenter gläserner Baukörper, der sich gestalterisch zurück nimmt, lässt sich mit jedweder Fassadengestaltung kombinieren, wie auch eine Kugelform mit anderen Formen. Außer wenn man unmittelbar vor der Gebäudelücke steht oder vorbeifährt, ist die in die Grundstücktiefe und auch gestalterisch zurück gesetzte Brücke überhaupt nicht sichtbar. Damit bleibt das Gebäudeensemble der beiden Schulgebäude und der Trauerhalle weiterhin erlebbar. Schon in einigen Jahren wird man meinen, dass eine solche Brücke schon immer dazu gehörte. Für das Schönefelder Gymnasium sollte deshalb nicht nur baulich, sondern auch zwischen allen Betroffenen und Beteiligten eine sprichwörtliche Brücke geschlagen werden.
