Presse

23. September 2016 Siegfried Schlegel

Mit einem Sonderbauprogramm von Schulanbauten können Bedarfsspitzen an mehreren Schulstandorten abgebaut werden

Die Mehrheit des Stadtrates hat im Unterschied zur Stadtverwaltung erkannt, dass es neben den Sanierungen und dem Neubau ganzer Schulen sowie gewerkebezogenen Erneuerungsarbeiten eines ergänzenden Sonderbauprogramms von Schulanbauten zum Abbau von Bedarfsspitzen an Schulstandorten bedarf und deshalb dem Antrag der Linken zugestimmt. Zur Begründung... Mehr...

 
 

Termine

28. September 2016

Fraktionssitzung

17:00 Uhr im Neuen Rathaus Mehr...

 
 

 

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Leipzig bekommt eine „Richtlinie Kunst am Bau“

22 Jahre nach dem in Dresden eine Richtlinie für Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum beschlossen wurde, macht sich nun auch die Kunst- und Kulturstadt Leipzig auf den Weg. Nach dem Beschluss des Antrages der Fraktion DIE LINKE in der Ratsversammlung am 21.9. soll nun bis zum Ende des II. Quartals 2017 unter Federführung des Kulturdezernates in einem beteiligungsorientierten Verfahren eine Richtlinie für Kunst am Bau erarbeitet werden. Orientiert an den Richtlinien des Bundes und des Freistaates Sachsen1 soll diese regeln, wie viel Prozent der Bauwertkosten bei kommunalen Bauvorhaben zukünftig an bildende Künstler/innen vergeben werden. Parallel dazu soll ebenfalls eine Strategie für Kunst im öffentlichen Raum entwickelt werden, die den gesamtstädtischen Kontext betrachtet.
Das Fehlen solch einer Richtlinie und Strategie wurde seit Jahren sowohl von Leipziger Künstler/innen, Verbänden und Vereinen als auch seitens des Sachverständigenforums für Kunst im öffentlichen Raum beklagt, denn die in Leipzig existierende „Durchführungsbestimmung Kunst im öffentlichen Raum“ stellt weder eine wirkliche Entscheidungsgrundlage bei Anfragen von Dritten an die Stadt dar noch trifft sie Regelungen für Kunst am Bau. Es verwundert also nicht, dass in Leipzig bisher nur selten Kunst am Bau realisiert wurde. Die letzte Ausschreibung fand 2014 im Zuge der Sanierung des Ankers statt. In unserer Stadt befinden sich aber viele Bauvorhaben in Planung, darunter zahlreiche Schulen. Wir sind uns sicher, dass Kunst am Bau die Ausstrahlung dieser Bauvorhaben verstärken und für regionale Künstler/innen ein wichtiges Betätigungsfeld schaffen würde.

Mandy Gehrt
Sprecherin für Kulturpolitik


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