Sozial geförderter Wohnraum statt Eigenheime!
Laut einem Bericht in der Leipziger Volkszeitung vom 3. März sind die
Pläne für eine Wohnsiedlung in der Emil-Teich-Straße in Knautkleeberg
vorerst gescheitert (https://gleft.de/6vI). Erst vor wenigen Wochen
hatte die Verwaltung angekündigt, den Entwurf des Bebauungsplans für das
Areal im März in die Ratsversammlung zur Abstimmung durch den Stadtrat
zu geben. Laut LVZ nehme nun aber der Hauptinvestor Deutsche Reihenhaus
AG aus Köln Abstand von dem Projekt.
Dazu erklärt Franziska Riekewald, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im
Stadtrat zu Leipzig und Vertreterin im Ausschuss für Stadtentwicklung
und Bau: „Diese Absage sollte die Stadt dringend zum Anlass nehmen, ihre
Einfamilienhausstrategie zu überdenken. Der ursprüngliche Plan sah in
der Emil-Teich-Siedlung vor allem den Bau von Eigenheimen vor. Als
Fraktion Die Linke sagen wir ganz klar: Im Hinblick auf die angespannte
Lage auf dem hiesigen Wohnungsmarkt geht das in die falsche Richtung!
Was wir als Stadt brauchen, ist bezahlbarer Wohnraum – vor allem für
Haushalte mit mittleren und geringen Einkommen. Laut aktuellem
Sozialreport gibt es in Leipzig 1.787 sozial geförderte Wohnungen. Im
Vergleich mit anderen Städten im Bundesgebiet bräuchte es 17.000
Sozialwohnungen um den Leipziger Bedarf zu entsprechen, also das Zehnfache.
Die gesamte Planungsenergie sollte deshalb dringend in den
Geschosswohnungsbau und die Schaffung sozial geförderter Wohnungen
fließen. Was wir als Stadt brauchen, sind keine neuen Eigenheime,
sondern bezahlbarer Wohnraum für alle!
Denn eins ist sicher: Die Situation auf dem Wohnungsmarkt wird sich in
den nächsten Jahren noch weiter zuspitzen. Dem müssen wir gezielt und
mit aller Kraft entgegenwirken.“
