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Beate Ehms und Mandy Gehrt

Keine mehr!

Stadt gedenkt der Opfer von Femiziden

In der Sitzung am 15. Juni beschloss der Stadtrat den Antrag „Gedenken an die Opfer von Femiziden in Leipzig“ der Stadträtinnen der Fraktion DIE LINKE, Beate Ehms und Mandy Gehrt. Der Beschluss ist wichtig, um darauf aufmerksam zu machen, dass Morde an Frauen „mitten unter uns“ stattfinden – auch in Leipzig. Die Opfer solcher Taten verdienen eine angemessene Erinnerung.
Seit 2011 sind mindestens zwölf Leipzigerinnen Opfer von Femiziden geworden. Die Taten werden medial häufig als „Familientragödien“ oder „Eifersuchtsdramen“ bezeichnet – und damit verharmlost.

Diese Praxis muss aufgebrochen werden! „Es handelt sich nicht um unglückliche Einzelfälle, sondern die extreme Zuspitzung einer Reihe von Gewalttaten gegen Frauen, die von physischer und psychischer Herabwürdigung, häuslicher Gewalt und Einsperren über Stalking bis zu sexueller Belästigung und Vergewaltigung reicht“, betonen Beate Ehms und Mandy Gehrt.
„Die Täter sind fast immer Männer – am häufigsten der eigene Partner oder Ex-Partner, in manchen Fällen eine flüchtige Bekanntschaft oder ein Familienangehöriger.“ 

Das Gedenkformat soll auch zur Prävention von sexueller und häuslicher Gewalt, die einem Femizid häufig vorangehen, beitragen. Die Verankerung von Femiziden im öffentlichen Gedenken soll dazu aufrufen, bei Gewalt gegen Frauen, Kinder und LGBTI nicht wegzusehen, sondern sich couragiert für ein geschlechtergerechtes Zusammenleben in Leipzig einzusetzen.

Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteur:innen wie der Initiative #KeineMehr Leipzig wird ein Erinnerungsort für die Leipziger Opfer geschaffen, dessen Form, Inhalt und stadträumliche Verortung zusammen mit der Stadtverwaltung erarbeitet wird.

Der Löwenzahn

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         Die Fraktion im Amtsblatt