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Michael Neuhaus

Müllproblem in Leipzig angehen!

Linksfraktion beantragt Fortschreibung des Papierkorbkonzepts

Wenn es um Papierkörbe geht, schneidet Leipzig im Vergleich mit anderen Großstädten schlecht ab. Gerade mal um die 3500 öffentliche Mülleimer gibt es im ganzen Stadtgebiet. Da jedoch die Bereitstellung von ausreichend Entsorgungsmöglichkeiten ein wichtiger Baustein im Kampf für die Sauberkeit der Stadt ist, hat die Fraktion die LINKE im Leipziger Stadtrat eine Fortschreibung des auslaufenden Papierkorbkonzeptes beantragt.
Dabei soll eine Bedarfsanalyse in den einzelnen Quartieren vorgenommen werden, um die Aufstellung neuer Papierkörbe priorisieren zu können. Mittels Bürgerbeteiligung wollen wir herausfinden, wo den Bürger*innen Mülleimer besonders wichtig sind, um diese Standorte in das Konzept einfließen lassen zu können.

Dazu erklärt Michael Neuhaus, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Leipziger Stadtrat

„Ob Mülleimer zur Verfügung stehen, hat wenig Einfluss darauf, ob Müll anfällt oder nicht. Es hat aber einen großen Einfluss darauf, ob dieser Müll auf der Straße oder in den Parks, oder eben doch in einem Mülleimer landet. Niemand hat Lust, seinen Abfall zwischen zwei Terminen durch die halbe Stadt spazieren zu tragen. Mit der Fortschreibung des Papierkorbkonzeptes wollen wir eine Zielmarke mit jährlichen Umsetzungszielen festschreiben, damit Leipzig nicht mehr länger Schlusslicht bei der Anzahl der Papierkörbe bleibt.

Genauso wichtig wie öffentliche Entsorgungsstrukturen ist allerdings die Abfallvermeidung, -reduktion und Wiederverwertung. Die Aufstellung von Papierkörben bekämpft lediglich die Symptome einer Gesellschaft, die droht im Müll zu ertrinken. Problematisch ist dabei das Abfallwirtschaftsgesetz, das besagt, dass die privaten Müllentsorgungsunternehmen nur für den wohnortnahen Müll verantwortlich sind - nicht also für städtische Papierkörbe.

Obwohl man beim Kauf einer jeden Verpackung automatisch Geld für die Entsorgung durch die privaten Unternehmen bezahlt, muss die Stadt am Ende für die Entsorgung des Mülls aus städtischen Papierkörben allein aufkommen, während die Unternehmen die Kohle behalten. Die Stadt – das sind am Ende wir alle.“