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Juliane Nagel

Linksfraktion verteidigt Kita-Bau in Dölitz – Stadt muss Unstimmigkeiten aufklären

Die Linksfraktion wird in den bis zur Ratsversammlung am 18.10.2017 stattfindenden Sitzungen der beteiligten Ausschüsse (Soziales und Jugendhilfe) versuchen, die rund um den Kitabau in der Eigenheimstraße aufgetauchten Unstimmigkeiten aufzuklären. Derzeit mobilisiert eine Bürgerinitiative gegen den Bau der Kita für 120 Kinder, die Teil eines Programms für den Bau von insgesamt 13 Kindertageseinrichtungen in Leipzig ist.

 

Juliane Nagel, Stadträtin im Leipziger Süden und lange wohnhaft in der Eigenheimstraße:

 

„Wir brauchen diesen Standort in Dölitz genau wie die 12 anderen, um den Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen in Leipzig zu decken. Im Frühjahr diesen Jahres gab es 2.000 Bedarfsanzeigen für Kindertagesbetreuung, die nicht gedeckt werden konnten. Auch durch den anhaltenden Geburtenboom werden die geplanten 13 neuen Kita längst nicht reichen. Es liegt auf der Hand, dass die Stadtverwaltung den bedarfsgerechten Ausbau der Kita-Infrastruktur zu lange hat schleifen lassen. Auch darum stehen wir jetzt vor einer ad-hoc-Entscheidung.

 

Einige der Einwände der Anwohnerinnen und Anwohner der Siedlung um die Eigenheimstraße in Dölitz nimmt die Linksfraktion durchaus ernst. So wird das  Thema der Schenkung der Fläche sowie die Frage der durch den Neubau notwendig werdenden Baumfällungen bei den bis zur Ratsversammlung anstehenden Ausschusssitzungen zur Debatte gestellt werden. Auch eine bessere Anbindung des neuen Standortes mit dem öffentlichen Nahverkehr sollte ehrlich zur Diskussion gestellt werden. Die Stadtverwaltung muss hier plausible Antworten liefern.

 

Schlussendlich ist die Linksfraktion aber der Meinung, dass die aufgeworfenen Fragen um den Neubau der Kita Eigenheimstraße konstruktiv aufgelöst werden und nicht zur Komplett-Ablehnung des Vorhabens führen sollten. Denn: Auch der Stadtteil Dölitz wächst und verjüngt sich und schließlich steht die Versorgung der Kinder im gesamten Süden auf der Tagesordnung. Solidarität mit Eltern und Kindern aus anderen benachbarten Ortsteilen stünde auch den DölitzerInnen gut zu Gesicht. Nicht zuletzt bleibt auch mit dem Kitaneubau ein Teil der Freifläche für die öffentliche Nutzung bestehen, dafür wird DIE LINKE sich einsetzten.