Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Marianne Küng-Vildebrand und Sören Pellmann

Einkommensschwächsten sind am stärksten von der Krise betroffen!

Die neueste Bürgerumfrage der Stadt Leipzig belegt die bereits befürchtete Vermutung, dass einkommensschwache Arbeitnehmer:innen am härtesten von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen  sind. Damit driften die Einkommensunterschiede in der Stadt weiter auseinander, die Stadtgesellschaft spaltet sich weiter auf. 

Marianne Küng-Vildebrand, Sprecherin für Arbeit und Beschäftigung der Fraktion DIE LINKE. im Leipziger Stadtrat, erklärt: „Arbeitnehmer:innen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von beispielsweise 750 Euro haben seit Beginn der Coronakrise ein 40-prozentiges Risiko, einem Einkommensverlust zu erliegen. Bei einkommensstarken Nettoeinkommen sieht dies ganz anders aus: Bei Einkommensgruppen ab 4000 Euro monatlichem Nettogehalt liegt das Risiko am Monatsende weniger Geld zur Verfügung zu haben, bei 20 Prozent. 

Zudem sind Menschen in geringfügigen, befristeten Arbeitsverhältnissen am meisten von Arbeitslosigkeit betroffen. In Leipzig sind innerhalt eines Jahres über 6000 Menschen arbeitslos geworden. Die Arbeitslosigkeit ist in diesem Zeitraum von 6,3% auf 8,1% angestiegen und damit die zweithöchste Arbeitslosenquote im Freistaat Sachsen.

Ein Viertel der Arbeitnehmer:innen, die mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 1.100 Euro auskommen müssen, haben zurzeit in Leipzig Schwierigkeiten, fristgerecht ihre Miete zu zahlen.

Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion, macht deutlich: „Wir brauchen dringend eine bessere Regulierung auf dem Arbeitsmarkt, Sachsen darf nicht mehr das bundesweite Schlusslicht bei der Tarifbindung sein. Die Beschäftigten brauchen einen Lohn, von dem sie würdig leben können!“